Höchste Todesrate in NRW durch Nierenerkrankungen

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In Mülheim sind laut den aktuellsten Zahlen des statistischen Landesamtes 2013 allein 104 Menschen an Nierenerkrankungen gestorben, 2012 waren es dagegen nur 76. Häufigste Todesursache waren dabei die chronische Nierenerkrankung, Urosepsis (Blutvergiftung), Krebserkrankungen der Nieren und akutes Nierenversagen. Mit 62,4 Todesfällen durch Nierenerkrankungen auf 100 000 Einwohner hat Mülheim die höchste Todesrate durch Nierenerkrankungen in ganz NRW.

Nierenerkrankungen sind heimtückisch, weil die Betroffenen kaum Symptome verspüren und die Krankheit oft erst spät erkannt wird. Häufig treten Spätsymptome wie Bluthochdruck, Blutarmut und teilweise schäumender Urin auf. „Wegen der geringen Symptome ist die Früherkennung besonders wichtig“, so Michael Lobscheid von der Krankenversicherung IKK classic. Rechtzeitig erkannt könne ein Nierenfunktionsverlust aufgehalten oder zumindest verzögert werden. Den „Check-up 35“ können gesetzlich Versicherten ab 35 Jahren alle zwei Jahre kostenlos durchführen lassen.