Hilfestellung für die Helfer

Viele Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen in den unterschiedlichsten Bereichen. Das Bild zeigt freiwillige Helfer der Initiative „Wir in Mülheim“, WiM.
Viele Ehrenamtliche helfen Flüchtlingen in den unterschiedlichsten Bereichen. Das Bild zeigt freiwillige Helfer der Initiative „Wir in Mülheim“, WiM.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Das Flüchtlingsreferat der Ev. Kirche in Mülheim bietet erstmals eine Fortbildungsreihe für Ehrenamtliche an.

Mülheim.. Das Engagement für Flüchtlinge ist in Mülheim hoch: Als „Wunder von Mülheim“ im vergangenen Jahr in der überregionalen Presse betitelt, wird über die etwas andere Flüchtlingspolitik in der Stadt an der Ruhr inzwischen häufig berichtet. Flüchtlinge sollen möglichst in Wohnungen in nachbarlichem Umfeld leben. Beim Einfinden in den deutschen Alltag helfen viele Menschen ehrenamtlich. Nicht alle sind dabei an Gemeinden und Organisationen gebunden, es gibt auch etliche Initiativen auf privater Ebene. Eine davon ist etwa „Willkommen in Mülheim“, WiM, was als Facebook-Anfrage begann und sich zu einem Netzwerk mit über 60 Ehrenamtlichen entwickelt hat.

Mancher der bereits ehrenamtlich Tätigen möchte vielleicht mehr in die Flüchtlingsthematik einsteigen, sich stärker engagieren, mehr wissen. Das Flüchtlingsreferat des Evangelischen Kirchenkreises an der Ruhr bietet dazu erstmalig eine Fortbildungsreihe an, die mehrere Bausteine enthält. Das Angebot umfasst juristische Fragen wie Flüchtlingsstatus, Aufenthaltsrecht und Abschiebungen. Es gibt einen Abend, der über die Herkunftsländer informiert; an einem anderen Abend wird interkulturelle Kompetenz geübt, also, wie man mit Menschen aus anderen Kulturkreisen erfolgreich kommuniziert. Annika Lante vom Kirchenkreis an der Ruhr betont, dass die Schulungen – an sechs Mittwochabenden ab August – kostenlos sind und „offen für jeden, der in Mülheim aktiv ist“.

Schulungen beginnen Mitte August

Die Reihe richtet sich vor allem an Engagierte, die schon Erfahrungen gemacht haben – egal, ob bei einem Träger oder in eigener Initiative. Lante rechnet damit, dass das Fortbildungsangebot gut nachgefragt sein wird. Schon die Broschüre „Flüchtlinge in Mülheim“ mit Tipps und Infos für ehrenamtliche Helfer habe eine große Nachfrage erfahren. In der Seminarreihe gehe es darum, in verschiedenen Bereichen mehr Sicherheit zu bekommen und sich untereinander auszutauschen. Die Helfer sollen sensibler für auftauchende Probleme werden, also auch erkennen, wann sie selbst an ihre Grenzen stoßen und sich Hilfe holen – möglichst bei einem Ansprechpartner in Mülheim. Damit sich die Teilnehmer gut vernetzen können, sei es wünschenswert, die Fortbildungsreihe komplett zu besuchen, betonte die Sprecherin des Kirchenkreises. Die Abende werden von Referenten aus der Praxis gestaltet. „Das sind Experten, die wissen, wovon sie sprechen.“ Anmeldungen werden ab sofort entgegen genommen.