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Heute-Journal: „Ein Beispiel für Integration“

21.01.2015 | 00:10 Uhr

Über die vorbildliche Arbeit mit Flüchtlingen und deren Unterbringung in Mülheim im Allgemeinen und die von Reinhard Jehles angestoßene Initiative Willkommen in Mülheim (WiM) sind schon viele Fernseh-Beiträge und Artikel erschienen. So sprach die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung vom „Wunder von Mülheim“, Mona Lisa, Zoom berichteten und auch der WDR drehte hier wiederholt. Doch ein knapp fünfminütiger Beitrag im Heute-Journal am Montagabend toppt diese bisherige überregionale Aufmerksamkeit. 3,8 Millionen Zuschauer sahen den Beitrag in der Nachrichtensendung. Dort kam auch Sozialdezernent Ulrich Ernst zu Wort, der die hohe Bedeutung einer dezentralen Unterbringung betonte. Ebenso wichtig sei es aber, dass die Flüchtlinge mittendrin leben und sich auch Kontakte zu den Menschen im Stadtteil ergeben. Gedreht hat das ZDF-Team am vergangenen Donnerstag, knapp acht Stunden lang – u.a. den Umzug einer syrischen Familie. „Jetzt ist es für mich ganz wichtig, schnell Deutsch zu lernen, damit ich mit meinen Nachbarn Kontakt aufnehmen kann“, sagt Rasha Ismaeil, wie ein Dolmetscher übersetzt. Auch Dilber Ali, die mit ihren Brüdern zu den Gründungsmitgliedern der WiM zählt, deren Hilfe etwa bei der Übersetzungen und der Beschilderung des Warenhauses mit arabischer Schrift unentbehrlich war, kommt zu Wort. Eine Lieblingsszene von Reinhard Jehles wird möglicherweise für einen weiteren Beitrag verwendet: wie Mustafa Ali mit einem deutschen WiM-Mitglied arabische Kaligrafie übt. Die Quintessenz von ZDF-Reporter Torge Bode: „Mülheim ist ein Beispiel für Integration. Die funktioniert besser, wenn man nicht nur nebeneinander, sondern auch miteinander wohnt.“ Ganz froh ist Jehles, dass in dem Beitrag nicht er, sondern zwei Mitstreiterinnen - Gigi Merten und Michaela Jackmuth-Rühr - zu Wort kommen. „Wir brauchen die Chance der Berührung“, sagen sie.

Nach dem Fernsehbeitrag erlebte Jehles gestern allerdings eine weitere Überraschung. Die SPD und fraktionslose Stadtverordnete Hasan Tuncer haben die WiM für den Solidaritätspreis vorgeschlagen, den die Freddy-Fischer-Stiftung gemeinsam mit der NRZ vergibt. Mit einem Ratsbeschluss soll der Bewerbung größerer Nachdruck verliehen werden. Die WiM habe für eine Welle der organisierten Hilfsbereitschaft gesorgt. Den Anstoß, sich für diesen Preis zu bewerben, hatte die Initiative schon von anderer Seite bekommen. Jehles hat inzwischen eine 40 Seiten umfassende Dokumentation zusammengestellt. Im Pressspeigel enthalten sind etwa 30 Beiträge aus der NRZ.

Steffen Tost

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Heute-Journal: „Ein Beispiel für Integration“
Heute-Journal: „Ein Beispiel für Integration“
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2015-01-21 00:10
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