Herberge des CVJM platzte aus allen Nähten

Hochbetrieb wie selten zuvor herrschte bei der Weihnachtsfeier des CVJM an der Teinerstraße.
Hochbetrieb wie selten zuvor herrschte bei der Weihnachtsfeier des CVJM an der Teinerstraße.
Foto: CVJM
Was wir bereits wissen
Einige konnten an Heiligabend in Mülheim aus Sicherheitsgründen nicht mehr in das CVJM Haus aufgenommen werden.

Mülheim..  Der CVJM hatte in diesem Jahr zum 68. Mal in Folge am Heiligen Abend zu einer Weihnachtsfeier für allein stehende Menschen eingeladen. Über 165 Gäste waren gekommen, und das CVJM Haus platzte aus allen Nähten. Viele Flüchtlinge mit ihren Familien kamen, so berichten die CVJM-Mitarbeiter: Kein Platz mehr in der Herberge.

„Inzwischen feiern wir in einer bunten Mischung von Alleinstehenden, Familien, Nichtsesshaften, Jugendlichen, Flüchtlingen und Mitarbeitenden des CVJM“, so Frank Held, Leitender Sekretär beim CVJM. Eigentlich sei dies eine brisante Mischung, aber am Heiligabend eine tolle Gemeinschaft. Leider musste der CVJM einige Menschen sogar abweisen, „da der Einlass von noch mehr Menschen unverantwortlich gewesen wäre“, so Held. Gerade an Heiligabend tat dies den Mitarbeitenden „in der Seele weh“.

Es gehört zum Selbstverständnis des christlichen Vereins junger Menschen und ist ein Stück Tradition geworden, an diesem Abend Menschen zu dienen und Gastfreundschaft zu gewähren. Das Haus öffnete ab 18 Uhr, und ab 19 Uhr begann die Weihnachtsfeier. Am späten Abend wurden viele Besucher mit Taxen nach Hause gebracht.

30 Haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter hatten den Abend intensiv vorbereitet und gestalteten ein abwechslungsreiches und besinnliches Programm mit Musik- und Theaterstücke und Geschenken.

Bei den Mitarbeitenden handelt sich zum Teil um Familien, die seit vielen Jahren und sogar Jahrzehnten ihre persönliche Weihnachtsfeier in das Haus des CVJM verlegt haben. Allein durch Spenden von Firmen, Privatpersonen und Kirchengemeinden konnte allen Weihnachtsgästen ein festliches Abendessen serviert und eine Weihnachtstüte mitgegeben werden. Die teilnehmenden Kinder wurden beschenkt.

„Für die Mitarbeitenden und für die Gäste ist diese Weihnachtsfeier immer wieder ein Fest der Freude, der Gemeinschaft und der Dankbarkeit“, betonte Held im Anschluss und gesteht: „Wenn bei der Verabschiedung die Augen der Gäste leuchten, ist dies das größte Weihnachtsgeschenk für mich.“