Heliumfüllung soll in den nächsten Tagen erfolgen

Helium ist sein Element: Das sagen manche über Klaus Orben, der als Betriebsleiter bei WDL für die Luftschiffe verantwortlich ist. Seit 1979 arbeitet der ursprünglich gelernte Kfz-Mechaniker und Karosseriebauer am Mülheimer Flughafen. Mit Herzblut und handwerklichem Geschick überwacht er in diesen Tagen die Montage und Probeläufe des neuen weißen Riesen.

Die Zerstörung des früheren, silberfarbenen Blimps durch „Ela“ erschütterte ihn als Crewchef wie die gesamte WDL-Mannschaft. Im Pfingstorkan 2014 war das an einen Masten gebundene Luftschiff schwer auf den Boden geschlagen und zerfetzt worden. Mit dieser Wucht hatte ja niemand den Sturm kommen sehen. „Normalerweise“, so Orben, „stellen wir ab Windstärke 5 den Flugbetrieb ein. Und wenn es eine Unwetterwarnung gibt mit Sturmböen ab 100 km/h sollte man das Luftschiff in die Halle holen.“ So wird man es wohl auch künftig handhaben.

In der vergangenen Woche wurde im Inneren der glänzend weißen Hülle gearbeitet, zu diesem Zweck kletterten die Mechaniker ohne Schuhe, auf dicken Stiefelsocken hinein. Ein Test der Triebwerke verlief erfolgreich. Mit der Heliumfüllung des frisch gefertigten Blimps soll im Laufe der nächsten Tage begonnen werden, damit anschließend die Gondel montiert werden kann. Bis die Hülle prall ist, braucht man nach Angaben von Klaus Orben 6200 bis 6500 Kubikmeter des Edelgases. Angeliefert wird es auf Sattelschleppern. Wie hoch die Rechnung ausfällt, sei schwer zu sagen, denn der Helium-Preis schwanke täglich, ähnlich wie beim Gold.

„Die letzte Füllung für den Vorgänger kostete rund 76 000 Euro“, erinnert sich Klaus Orben. Und dauerte vier Stunden.