Heiße Arbeit sorgt für eine glatte Kölner Straße in Saarn

Die Kreuzung Kölner Strasse/ Strassburger Allee wird bis Freitagabend saniert.
Die Kreuzung Kölner Strasse/ Strassburger Allee wird bis Freitagabend saniert.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Kölner Straße bekommt in Saarn eine neue Fahrbahndecke. Am Freitagabend sind die Asphaltarbeiten beendet. Staus sind in diesen Tagen unvermeidbar.

Mülheim.. Muntere Stau-Schau auf Kölner Straße und Straßburger Allee. Wo täglich mehr als 25.000 Fahrzeuge abbiegen oder durchfahren, ist in diesen Tagen alles anders. Zwischen der B 223 und Landsberger Straße erneuert ein Firmen-Duo bis Freitagabend auf der B 1 die Fahrbahndecke: Abfräsen, neuer Asphalt, Walzen und Markieren.

„Bis zum Freitagabend haben wir alle Risse, Spurrillen oder Löcher beseitigt und für die Autofahrer ein glattes Stück Straße gebaut“, erklärt Marc Tummes. „Dafür müssen sie leider jetzt im Stau etwas warten. Dabei können sie sehen: Wir tun etwas für ihr Fortkommen.“ Der Bauunternehmer aus Moers steht mit Oliver Strathoff (Firma Anton Schön) auf dem Gehweg. Die Bauleiter sorgen dafür, dass auf dem Straßendreieck alles glatt läuft. „Die Umfahrungsspuren müssen markiert und abgeriegelt sein. Wir haben mehrere mobile Ampeln im Einsatz“, erläutert Marc Tummes.

Wieder winkt der Vorarbeiter einen Sattelzug heran. Der hat 28 Tonnen heißen Asphalt geladen. Er rollt langsam über das frisch gewalzte Straßenstück, setzt sich vor den Asphaltfertiger, kippt langsam die dampfende, schwarze Masse in die Maschine. „Die Baustelle läuft prima“, sagt Andreas Pape, Abteilungsleiter Straßenbau im Tiefbauamt. „Die Firmen müssen den Einsatz ihrer Fahrzeuge gut koordinieren, damit sie den Zeitplan halten.“

Aus altem Asphalt wird neuer gemacht

Morgens und vormittags kommt die Fräse zum Einsatz, die zwölf bis 20 Zentimeter der alten Straßendecke abraspelt. „Die Reste fallen über ein Förderband direkt in die Mulde des Lastwagens, der sie zur Wiederverwertung ins Asphaltwerk bringt. Dort wird das Altmaterial in der korrekten Körnung mit neuem vermischt, erhitzt und wieder auf den Straßen verarbeitet“, beschreibt Marc Tummes.

„Diese Mischung ist gut. Wir haben im Lauf der Jahre festgestellt, dass ein hoher Anteil Fräsreste die Asphaltdecke haltbarer und dichter macht“, ergänzt Andreas Pape. „Es kommt, wie im Leben, oft auf die Mischung an“, fügt Bauunternehmer Tummes hinzu. Auch die Kipper fahren im Mischbetrieb: Kalte Straßendeckenreste ins Werk, mit heißem Asphalt kommen die Thermolaster zurück. „Die Technik hat große Fortschritte gemacht. An drei Messpunkten können wir prüfen, ob das Material die korrekte Temperatur hat und einbaufähig ist“, sagt Marc Tummes.

Einen ungeduldigen Autofahrer schert das wenig. Er hupt einen der Arbeiter an, weil er glaubt, durch die Baustelle schneller sein Ziel zu erreichen. Das klappt aber nicht.

Straßenbauarbeiten auf der Kölner Straße kosten 233.000 Euro

Fünf bis zehn Minuten Schauzeit müssen Autolenker und Busfahrgäste mehr einkalkulieren, wenn sie in den nächsten Tagen über die Kölner Straße fahren. Dort bauen die Teams zweier Baufirmen in diesen Tage eine neue Fahrbahndecke ein.

„Wir erneuern eine Fläche von 6900 Quadratmetern“, beschreibt Oliver Strathoff (Firma Schön). Für die Rechts- und Linksabbieger von der Straßburger Allee auf die Kölner Straße hat er gerade mehrere Ladungen Asphalt geordert. Die vier Zentimeter starke Abschlussdecke war gestern Abend fertig, konnte in der Nach auskühlen. Heute Morgen wird sie für den Verkehr freigegeben.

Anfang nächste Woche kommen die Markierer

Die Deckschichten haben sich ebenfalls verbessert. „Wir erreichen mit einer besonderen Zusammensetzung des Materials heute ähnliche Lärmminderungswerte wie bei Flüsterasphalt. Aber dieser ist nicht so haltbar“, kennt sich Andreas Pape, Straßenbauexperte im Tiefbauamt, aus. „Wir werden im Straßenbau weitere Verbesserungen erleben. Die Wiederverwertung der Reste wird zunehmen“, ist Pape sich mit den Bauleitern am Rinnstein einig.

Anlieger, die nicht ihre Grundstücke erreichen, können das mit den Bauleitern vor Ort besprechen. Anfang nächster Woche kommen die Markierer. Sie gießen heiße Kunststoffmasse als Pfeile und Linien (rund 1000 Meter) auf den dunklen Asphalt, begrenzen so die Fahrspuren. Das hält viel länger als Farbstriche. Gullis werden eingefasst und die Deckel für Leitungsschieber und Kanäle eingepasst. 233. 000 Euro – Geld das 2014 an anderen Stellen eingespart werden konnte.