Hausgemacht

Sporthalle. Ich finde es erstaunlich, mit welcher Borniertheit Prof. Giesen ins Rohr drückt: „Faktisch würde uns die Halle inklusive Innenausstattung geschenkt“! Ausgeblendet wird hier, dass die Gesamtförderung aus Steuermitteln kommt, also von allen Steuerzahlern bezahlt wird. Geschenkt wird hier gar nichts! Die Unterhaltskosten werden mit jährlich 400 000 Euro angenommen. Bei einer realistischen Nutzungsdauer von 40 Jahren bedeutet dies Folgekosten in Höhe von 16 Mio. Euro. Aufgrund aller bisherigen Erfahrungen mit Ersterrichtung von Gebäuden ist jedem Bürger klar, dass solche Erstschätzungen zu den Kosten weit überschritten werden. Angesichts der desaströsen städtischen Haushaltslage von zur Zeit 1,5 Mrd. Euro Schulden ist der Bürger verwundert, dass auf Seite 3 in der gleichen Ausgabe erneut von einem an Bund und Land gerichteten „Hilfsappell für verarmte Städte“ die Rede ist. An diesem Beispiel erkennt der Bürger ein weiteres Mal mehr, dass die Schulden der Stadt hausgemacht sind. Die Kosten-/Nutzenanalyse für die Halle bleibt im Nebel des Gequatsches von Politikern, die offensichtlich Klientelpolitik betreiben, stecken.