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Bildung

Hauptschulen in Mülheim-Eppinghofen und -Dümpten mit zwei Eingangsklassen

19.03.2011 | 12:00 Uhr
Hauptschulen in Mülheim-Eppinghofen und -Dümpten mit zwei Eingangsklassen
Gabriele Klar von der Hauptschule GSH Bruchstraße in Mülheim freut sich: Im neuen Schuljahr starten voraussichtlich zwei neue Klassen. Foto: Roy Glisson

Mülheim.  Die Anmeldezahlen für Hauptschulen sind rückläufig - aber die Schulen in Eppinghofen und Dümpten werden im kommenden Schuljahr sogar mit zwei Eingangsklassen starten. Die Speldorfer Hauptschule stellt sich dagegen auf das Ende der Schulform ein.

Die beiden Hauptschulen in Eppinghofen und in Dümpten gehen jetzt davon aus, zum kommenden Schuljahr sogar mit zwei Eingangsklassen starten zu können. Damit würden sich beide Hauptschulen gegen den Trend entwickeln.

„Wir erleben einen hervorragenden Zuspruch“, sagt Gabriele Klar, Schulleiterin in Eppinghofen. 26 Anmeldungen liegen ihr bereits vor, aus Erfahrungen weiß sie, dass bis zum Schuljahresbeginn die Zahl weiter steigen wird. „Ich rechne fest mit einer Zweizügigkeit.“ Damit wird die Hauptschule, die im Herbst als „Zukunftsschule“ von der Politik wegen unklarer Finanzierung gekippt wurde, in jedem Fall weiter bestehen können.

In dem hohen Zuspruch sehen die Lehrer auch ein Bekenntnis der Eltern zu dieser Schulform. „Sie haben ihre Kinder hier angemeldet, obwohl der Zustand des Gebäudes eine eher abschreckende Wirkung hat.“ Der Wunsch der Hauptschule Richtung Stadt heißt denn auch: Modernisierung. Der Bau hat es dringend nötig. Vor wenigen Wochen veranstalteten die Schüler einen Spendenlauf , um Gelder für die Sanierung der Toilettenanlagen zu sammeln. Die Solidarität aus der Bevölkerung halte bis heute an, berichtet die Schulleiterin und ist froh, dass die Stadt nun von sich aus die Toilettenanlagen renoviert.

Speldorfer Hauptschule erwartet Auslauf-Entscheidung

Von solchen Sorgen ist die Hauptschule in Dümpten „Lichtjahre“ entfernt, wie Schulleiterin Ulrike Nixdorf betont. Dort verfügt man über ein „wunderschönes, intaktes Gebäude“. Auch Ulrike Nixdorf rechnet bei jetzt schon 30 Anmeldungen mit zwei Klassen. Ab dem 7. Schuljahr wird die Hauptschule gar dreizügig, weil viele Schüler von der Real- zur Hauptschule wechseln. „Die guten Zahlen sind für uns auch Anerkennung einer guten Arbeit.“

Die gute Arbeit leistet auch die dritte Hauptschule in Mülheim, in Speldorf. Doch dort stellt sich die Schulleitung bei weiterhin nur sieben Anmeldungen auf ein Auslaufen der Hauptschule ein. „Ich erwarte die endgültige Entscheidung in den nächsten Tagen vom Schulträger“, sagt die kommissarische Leiterin Susanne Dausel. Die sieben Schüler könnten sich in Eppinghofen oder Dümpten anmelden.

Die Schulpolitiker und die Schulverwaltung tagen in der kommenden Woche erneut zum Schulentwicklungsplan. Der Entwurf, so Schuldezernent Peter Vermeulen, soll im Mai öffentlich vorgestellt und dann auch mit den Schulen diskutiert werden. Die endgültige politische Entscheidung sei noch vor der Sommerpause möglich.

Andreas Heinrich



Kommentare
19.03.2011
18:08
Zwei Hauptschulen in Mülheim können mehrere Eingangsklassen bilden
von wohlzufrieden | #1

Nicht die Hauptschulen waren schlecht, sondern eine bestimmte Schicht Erziehungunfähiger Eltern, die ihren Kindern zum letzten mal bei ihrer Zeugung Interesse bekundet haben. Es ist absolut Unsinnig, das eine Friseuse, Büroangestellte oder ein Mechatroniker ( alles selbstverständlich ehrbare Berufe) die Realschule besucht haben müssen. Wer Willens und fähig ist, kann es auch mit Hauptschulabschluss weit bringen.

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