Handel zeigt sich trotzdem optimistisch
03.12.2007 | 18:08 Uhr 2007-12-03T18:08:00+0100Kein Grund zum Klagen, doch es könnte ruhig noch besser werden. So das Fazit Mülheimer Einzelhändler beim Rückblick auf den ersten Adventssamstag. Große Hoffnung setzt der örtliche Handel auf den verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent.
Nein, ein Klagelied will Wolfgang Klösel wirklich nicht anstimmen. Der stellvertretende Geschäftsführer vom Kaufhof in der Innenstadt würde den ersten Adventssamstag nicht zu den umsatzschwächsten zählen, an die er sich erinnern kann. „Aber wir müssen schon feststellen, dass das Geschäft stark geprägt wurde vom Wetter. Wer konnte, der blieb doch lieber zu Hause. Aber die Kunden, die sich raus getraut haben, die haben auch gekauft."
Gefragt waren die typischen Artikel zu Beginn des Weihanchtsgeschäftes: Spielwaren, Schmuck, Uhren, Kosmetik, hochwertige Wäsche und die klassischen Geschenkartikel, wie Glas und Porzellan. "Noch hat sich nicht herumgesprochen, dass wir bis zum 31. Dezember an jedem Verkaufstag bis um 20 Uhr geöffnet haben", glaubt Klösel.
Das Geschäft habe sich in den letzten Jahren ohnehin nach hinten verlagert. Klösel geht davon aus, dass das kommende Wochenende umsatzstärker wird. "Dann ist der Sonntag verkaufsoffen und wenn das Wetter noch mitspielt, werden die Kunden schon kommen." Dass mögliche Streikmaßnahmen das Weihnachtsgeschäft beeinträchtigen könnten, fürchtet er nicht. "Wir sind gerüstet und werden auf jeden Fall öffnen."
"Ganz ordentlich", findet Kirsten Briel, im Verkauf von Mode Klucken in Speldorf beschäftigt, das erste Adventwochenende. An der Duisburger Straße ist das Weihnachtsgeschäft in diesem Jahr mit dem Räumungsverkauf wegen des bevorstehenden Umbaus gekoppelt. "Vornehmlich Winterware", war gefragt, wenngleich im Trendladen "auch schon die neue Mode" verkauft worden sei.
"Es könnte noch besser werden", bilanziert Susanne Hüneburg, Filialleitung in Steffi's Kinderparadies im Forum. Am Samtag sei das klassische Spielzeug nachgefragt gewesen. "Experimentierkästen, Kaufläden, Puppen. . ." Gerne nutzen die Kunden auch die Möglichkeit, die Ware anzuzahlen, um sie dann erst kurz vor dem Fest abzuholen. Da muss man sie zu Hause nicht vor neugierigen Augen verstecken. . .
"Man sollte glauben, jeder hat schon einen", lacht Bettina Hecker, Filialleiterin bei Thalia im Forum am Mülheimer Hauptbahnhof. Die Buchhändlerin wundert sich ein wenig darüber, dass Hape Kerkeling ebenso stark nachgefragt ist, wie im letzten Jahr. Die Schilderung seiner Pilgerreise auf dem Jakobsweg wollen (sollen) offensichtlich immer noch viele Menschen lesen. Hecker sieht die neagtiven Prognosen aus dem Vorfeld bislang nicht bewahrheitet haben. "Bisher ist das Geschäft etwa so wie im Vorjahr - zumindest nicht schlechter. Besser kann es ja noch werden." Zum Beispiel am verkaufsoffenen Sonntag am zweiten Advent.

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