Grünschnittarbeiten sind in vollem Gang

Am oberen Dickswall beseitigte eine holländische Firma im Auftrag von Straßen NRW geschädigte Baumteile.
Am oberen Dickswall beseitigte eine holländische Firma im Auftrag von Straßen NRW geschädigte Baumteile.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Nach knapp 33 Wochen sind Ela-Fällarbeiten abgearbeitet. „Versteckte“ Schäden entdecken Kontrolleure aber immer noch. In Heißen müssen vier Linden fallen.

Mülheim.. Die gute Nachricht schickt Sylvia Waage gleich vorweg: „Die Ela-Sturmschäden sind abgearbeitet alle Fällungen erledigt“, sagt die Leiterin des Amts für Grünflächenmanagement. Das heißt aber nicht, dass ihre Mitarbeiter nun nichts mehr zu tun hätten. Ganz im Gegenteil.

Im gesamten Stadtgebiet laufen derzeit Gehölzpflegearbeiten und Baumschnitte. Noch bis zur Brutzeit der Vögel, die am 1. März beginnt, sind die Grünpflege-Kolonnen unterwegs, um Gehölze zu kontrollieren, schneiden, stutzen und von den Wegesrändern wegzuräumen. Natürlich finden die Baumkontrolleure, die das gesamte Jahr über unterwegs sind, teilweise immer noch neue Schäden an Bäumen, die der Pfingststurm hinterlassen hat und „die bisher versteckt waren“, erklärt Waage.

Winterlinden müssen fallen

So müssen ab dem 29. Januar etwa die Platanen und Winterlinden im Bereich der Grünanlage Mausegattstraße in Heißen beschnitten, beziehungsweise komplett gefällt werden. Die Bäume waren nach dem Sturm stark beschädigt, so dass sie zurückgeschnitten werden mussten und eine zusätzliche Kronensicherung brauchten. Beim Einbau dieser Sicherung habe man festgestellt, dass sich in den Winterlinden tiefe „Starkast-Risse“ gebildet haben – die Verkehrssicherheit könne nicht mehr gewährleistet werden. Eine Fällung der Linden sei daher unvermeidbar, erklärt die Stadt.

An anderer Stelle werden die „normalen Rückschnitte vorgenommen“, so Sylvia Waage. In regelmäßigen Abständen werden Bäume und Sträucher stark zurück geschnitten, „um das Vergreisen der Gehölzflächen zu vermeiden“.

Denn mit dem Herausnehmen der alten Äste und Zweige können die neuen Triebe besser wachsen, erklärt die Amtsleiterin. Diese Arbeiten werden gerade am Tourainer Ring durchgeführt sowie an der Auf- und Abfahrt der Autobahn an der Friesenstraße in Styrum. „Auch Wildeinflüge werden dort entfernt.“ Heißt: Samen anderer Bäume, die vom Wind herangetragen wurden, haben sich niedergelassen und Wurzeln geschlagen. „Da wir dies nicht einfach alles wild wachsen lassen können, muss es entfernt werden.“

Kugelrobinien in Form bringen

Weitere Gehölzarbeiten laufen derzeit an der Mühlenstraße, Ecke Mellinghofer Straße in Dümpten sowie an der Kruppstraße gegenüber des Friedrich-Wennmann-Bades in Heißen. Zwei Kolonnen seien zudem in der Stadt unterwegs, um die Platanen auf dem Kurt-Schumacher-Platz und auf dem Klostermarkt sowie die Kugelrobinien in der Altstadt in Form zu schneiden.