Großmutter und Enkel wandeln auf den Spuren des Rumbachs

Christine Hoppe und ihr Enkel Jacob Paeßens stellten im Medienhaus ihr gerade erschienenes Buch „Auf den Spuren des Rumbachs“ vor.
Christine Hoppe und ihr Enkel Jacob Paeßens stellten im Medienhaus ihr gerade erschienenes Buch „Auf den Spuren des Rumbachs“ vor.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Christine Hoppe (75 Jahre) und Jacob Paeßens (13 Jahre) haben gemeinsam ein Buch über das Fließgewässer herausgegeben.

Mülheim.. Mit stimmungsvollen Fotografien des Rumbachs, untermalt von Edvard Griegs „Morgenstimmung“, gestalteten Christine Hoppe und ihr Enkel Jacob Paeßens am Samstagvormittag im Medienhaus ihre Buchvorstellung „Auf den Spuren des Rumbachs“. Die eindrucksvolle Präsentation, durch kurze Lesungen unterbrochen, begeisterte rund 50 Besucher.

Der 13-jährige Schüler der Karl-Ziegler-Schule und seine 75-jährige Großmutter, eine ehemalige Geografie- und Mathematik-Lehrerin, hatten bereits Ende 2013 mit dem Projekt begonnen. Beste Voraussetzungen boten Jacobs Begeisterung für Fotografie und Geografie und die akademische Ausbildung Christine Hoppes. Dank intensiver Recherche im Rumbachtal, im Stadtarchiv und im Medienhaus beleuchteten sie alle Aspekte des bekannten Mülheimer Baches.

Ökologische Situation des Rumbachtal

Karten aus dem 17. Jahrhundert wurden gezeigt, die ökologische Situation erläutert oder die Verrohrung in den 1950-er Jahren dokumentiert. „Der Ausbau des Kanals begann ab 1952“, erklärte Jacob Paeßens. „Er wurde so gebaut, dass auch bei extremem Hochwasser das Stadtleben nicht mehr gestört werden konnte.“ Vorher trat der Bach regelmäßig über die Ufer und überschwemmte Teile des Tals oder der Innenstadt. Auch auf aktuelle städtische Umbaupläne geht das Autorenduo in seinem Buch ein.

Schäden durch Sturm Ela

Ein weiterer Aspekt: Lachse sollen in einigen Jahren die 4,5 Meter hohe Kaskade dank neu angebrachter Borsten bachaufwärts überwinden können. Die enormen Schäden in dem Naturschutzgebiet durch den Pfingststurm „Ela“ finden in dem Buch ebenso Erwähnung wie die Bodenzerstörung durch illegale BMX-Parcours oder die Belastung durch freilaufende Hunde.

„Wir haben in einer Stunde allein 25 Hunde ohne Leine gezählt“, betont Jacob. Auch den Diskussionen über die jüngste Ausweisung des Rumbachtals als Überschwemmungsgebiet ist ein Kapitel gewidmet. „Über den letzten Stand konnten wir nicht mehr berichten, das lag nach unserem Redaktionsschluss“, so der junge Autor. Im Anschluss an die Präsentation erhielt das Duo viel Lob und wurde sogar um Autogramme gebeten.