Große Chancen für kleine und mittlere Betriebe

Foto: Zenit
Was wir bereits wissen
Europaministerin Angelica Schwall-Düren hielt beim 175. Zenit-Unternehmertreff im Haus Urge ein Plädoyer für die Einheit Europas.

Mülheim..  Einen besseren Ort als das Haus Urge könne man sich für einen Vortrag zum Thema Europa kaum vorstellen. Denn die Villa sei ein hervorragendes Beispiel für die Geschichte des Ruhrgebietes und Europas, so Dr. Angelica Schwall-Düren, Ministerin für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien und Bevollmächtigte des Landes beim Bund, beim 175. Zenit-Unternehmertreff.

Der Bauherr der Villa, Lederfabrikant Jean Baptiste Coupienne, war aus Belgien eingewandert, die späteren Hausherren der Familie Stinnes waren international aktiv, und die Briten nutzten die Villa nach dem Zweiten Weltkrieg als Offizierskasino. Im Jahr 1973 erwarb das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung das Haus zur Unterbringung ausländischer Gastwissenschaftler und vermietete es 2004 an Zenit.

Keine Alternative zu gesamteuropäischen Lösungen

Für Zenit – Zentrum für Innovation und Technik in Nordrhein-Westfalen – spielt das Thema Europa eine wesentliche Rolle, unterstützt man die Kunden doch intensiv auf ihrem Weg zur Internationalisierung. Damit sei Haus Urge Zeuge weltgeschichtlicher Katastrophen, aber auch Zeuge, wie durch die europäische Einigung etwas Herausragendes geschaffen worden sei, so die Ministerin bei ihrem Besuch.

Unter der Überschrift „Europa – Schicksal und Chance“ hielt Angelica Schwall-Düren ein Plädoyer für die Einheit Europas, zeigte Chancen auf, die sich für kleine und mittlere Unternehmen böten. Sie rief dazu auf, diverse Förderprogramme für innovative Vorhaben oder Existenzgründungen wahrzunehmen und sich dafür beraten zu lassen.

Zwar gebe es keine einfachen Lösungen für Themen wie Klimaschutz, Jugendarbeitslosigkeit oder Freihandelsabkommen – eine Alternative zu gesamteuropäischen Lösungen aber auch nicht. Mit der Schaffung der EU sei es erstmalig in der Geschichte Europas gelungen, das Recht des Stärkeren in den Hintergrund und das Wohl aller Mitgliedsstaaten in den Vordergrund zu stellen.