Gewerkschaft fordert Schutz für Retter

Kräfte des Feuerwehr und Rettungsdienstes sind immer häufiger Gewalt und Aggression ausgesetzt. Gerade bei Massenveranstaltungen nehme die Zahl der Angriffe zu, so die Fachgewerkschaft für Beschäftigte im kommunalen und im Landesdienst, Komba. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, fordert die Gewerkschaft mehr Sicherheit für die Einsatzkräfte.

„Die Arbeitgeber und Dienstherren sind in der Pflicht. Es müssen Maßnahmen greifen, damit die Kräfte im Feuerwehr- und Rettungsdienst ungehindert ihrer Arbeit nachgehen können“, sagt Ulrich Silberbach, Landesvorsitzender der Gewerkschaft.

Bei Brandeinsätzen, so Stadtsprecher Volker Wiebels, gebe es in Mülheim derartige Probleme nicht, zumal dann auch weiträumig abgesperrt sei. Bei Unfällen dagegen sei das Problem der Behinderung und Belästigung von Einsatzkräften auch in Mülheim bekannt – das gehe schon mal bis hin zu Handgreiflichkeiten. „Es ist kein großes Problem in der Stadt, aber es kommt eben vor“, so Wiebels. Anfeindungen welcher Art auch immer würden nach den Einsätzen besprochen. Auch stehe die Notfall-Seelsorge den Rettungskräften zur Verfügung – etwa bei Vorwürfen zum Verlauf des Rettungseinsatzes.

„Bedauerlicherweise“, so die Gewerkschaft, „liegen noch keine statistischen Daten über das tatsächliche Ausmaß der Gewalt gegen Beschäftigte im Einsatz vor. Ein solcher Überblick ist jedoch unerlässlich.“ Die Gewerkschaft appelliert an die Arbeitgeber, prinzipiell jeden Angriff strafrechtlich zu verfolgen.