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Vermehrt Blaualgen im...

Gesundheitsamt warnt

07.07.2009 | 09:00 Uhr

Im Entenfang, der ja offiziell kein Badegewässer ist, schwimmt bei warmem Wetter vieles umher: Tretboote, Menschen, Wasservögel, Hechte und Hunde. In den letzten Tagen wurden auch vermehrt Blaualgen unter der Oberfläche gesichtet, daher gab das Gesundheitsamt eine aktuelle Warnung heraus.

„Vorsorglich”, heißt es, sollten weder Menschen noch Tiere das Wasser trinken und im See auch nicht baden. Vom Verzehr gefangener Fische wird ebenfalls abgeraten. Eine ähnliche Meldung hatte es schon im Oktober 2008 gegeben, als eine Algenblüte entdeckt wurde. Diese ging mit dem Winter und kalter Witterung zurück, ist jetzt aber wieder zu beobachten.

Das Problem: Blaualgentoxin wird freigesetzt, welches nicht nur für Menschen giftig wirkt. „Es kann zu Übelkeit und Leberschädigungen kommen”, erklärt Dr. Dieter Weber, zuständiger Amtsarzt für Infektionsschutz und Umweltmedizin, erwähnt auch einen Zusammenhang mit Krebserkrankungen.

Allerdings räumt er ein, dass Badende oder Angler „wahrscheinlich nicht an toxische Grenzen kommen werden”. Doch sicher ist dies nicht, solange weder das Wasser noch die Fische im Entenfang genau untersucht wurden. Bislang ging man nur nach dem äußeren Eindruck: Mitarbeiter des Gesundheitsamtes schauen gelegentlich am See vorbei, dabei fiel ihnen die Blaualgenblüte auf.

Von einer „leichten Grünfärbung” spricht Heinz Laufs, Vorsitzender des Angelvereins Fischwaid mit Sitz am Entenfang. Ihm und seinen Kollegen begegnen die Algen schon länger, „bestimmt seit zehn, fünfzehn Jahren”, vor allem im Sommer und frühen Herbst. Im Schaukasten am Clubhaus hängt auch die Warnung des Gesundheitsamtes, den Fang nicht zu verspeisen. „Es ist eine Empfehlung”, betont Laufs, „was der Einzelne dann daraus macht, ist seine Sache.”

In der Praxis sei das Blaualgen-Problem für die fischende Fraktion gering, denn: „Wenn es so heiß und drückend ist, geht kaum jemand von uns angeln.” Zu viele Menschen, zu geringe Ausbeute, „daher ist das im Moment kaum ein Thema”. Für Schwimmer und plantschende Kinder, die am Entenfang Wasser schlucken, schon eher.

Annette LEHMANN

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