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„German Open sind ein Geschenk“

25.02.2016 | 18:13 Uhr
„German Open sind ein Geschenk“
Am Dienstag starten in der RWE-Sporthalle die Yonex German Open. Viele Tickets für das Badminton-Turnier sind schon verkauft.Foto: Stephan Glagla

Mülheim.  MST-Chefin Inge Kammerichs betont den großen Image- und Wirtschaftsfaktor des internationalen Badminton-Turniers. Vorbereitungen laufen auf Hochtouren

Die Yonex German Open sind der Höhepunkt im Mülheimer Sportkalender. Während in der RWE- Sporthalle die Vorbereitungen für das am Dienstag beginnende Badminton-Turnier in vollem Gange sind, wird in Malaysia über die Zukunft der Veranstaltung entschieden. Der Deutsche Verband und der Titelsponsor bekennen sich im Vorfeld zum Austragungsort.

In der RWE-Sporthalle gibt es vor Turnierbeginn noch einiges zu tun : 2000 m² Teppichboden und fünf Kilometer Kabel sind zu verlegen. Zudem werden 100 Tageslichtlampen installiert. Das Organisationsteam um die neue Turnierdirektorin Janet Bourakkadi hat alle Hände voll zu tun. 350 aktive Spieler und 100 Offizielle aus 45 Ländern reisen zu dem wichtigsten Badminton-Wettkampf auf deutschem Boden an. Die meisten von ihnen landen am Wochenende in Düsseldorf und werden in Kleinbussen nach Mülheim gebracht.

Organisationsaufwand ist enorm

Der Organisationsaufwand für die Großveranstaltung ist enorm. 230 Zwei- und Dreibettzimmer hat das Turnierbüro bei den Hotels in der Stadt gebucht. „Alle wollen die Chinesen oder Dänen bei sich haben, weil die vermutlich am längsten im Turnier bleiben“, erklärt Bourakkadi. Inge Kammerichs, Geschäftsführerin der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST), unterstreicht den Stellenwert der Veranstaltung: „Die German Open sind ein Geschenk für Mülheim. Der Image- und Wirtschaftsfaktor ist enorm. Während des Turniers wird das Stadtbild internationaler. Die Fußgängerzone ist voll. Besonders die Gäste aus Asien fallen auf“, sagt sie.

Die Asiaten sind es auch, die den Ticketverkauf kräftig angekurbelt haben. Die Chinesen sind nach einjähriger Pause unter anderem mit den beiden Olympiasiegern Lin Dan und Lee Xuerui am Start. Beide sind in ihrer Heimat Volkshelden. „Wir erwarten auch eine große chinesische Community aus Düsseldorf“, erklärt Bourakkadi. Die Dauerkarten sind bereits seit drei Wochen ausverkauft. Tickets für die Halbfinals am Samstag sind ebenfalls schon vergriffen.

Turnier bis 2017 am Ort gebunden

Die starken Besucherzahlen sind ein Pfund, mit dem die Turnierorganisatoren bei den Verhandlungen über den Verbleib des Turniers an der Ruhr werben können. Bis 2017 läuft der aktuelle Kontrakt. Beim Kongress der internationalen Badminton-Szene in Malaysia wird derzeit über eine Ausdehnung der Partnerschaft gesprochen. Der Titelsponsor Yonex würde eine Verlängerung begrüßen. „Das Turnier wächst von Jahr zu Jahr. Wir möchten, dass es hier bleibt“, sagt Shuichi Yoneyama, Europamanager der Firma.

Der Sportartikelhersteller untermauert das Bekenntnis zu Mülheim mit dem Besuch des Firmendirektors, der zum Finalwochenende aus Japan einfliegen will. Auch Karl-Heinz-Kerst, Präsident des Deutschen Badminton-Verbandes, spricht sich für eine weitere Zusammenarbeit aus: „Jeder, der hierzulande über die Sportart Badminton spricht, soll an Mülheim denken.“

Martin Schroers

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2016-02-25 18:13
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