Generationswechsel im Planungsamt

Im Stadtplanungsamt vollzieht sich ein Generationswechsel. Dort sind nicht nur, aber vor allem auch altersbedingte Personallücken entstanden. Viele Mitarbeiter haben hier in den 70er oder frühen 80er Jahren begonnen, sie scheiden jetzt nach einander aus. Ein Trend der in vielen Bereichen zu sehen ist und der sich in den nächsten Jahren mit den geburtenstarken Jahrgängen noch verschärfen dürfte.

Die Pensionierungswelle gilt vor allem für die Bauaufsicht. Erst vor ein paar Tagen hat Amtsleiter Jürgen Liebich eine Kollegin in den Ruhestand verabschiedet. In gut zwei Wochen folgt die nächste Verabschiedung. Es wird in diesem Jahr nicht der letzte sein.

Abteilungsleiter Heribert Hömme war bereits im Dezember ausgeschieden. Seine Aufgaben übernimmt Axel Booß, der als Assessor auch über die nötigen juristische Kenntnisse in diesem Bereich verfügt. „Im Planungsbereich haben wir inzwischen eine gute Mischung aus jungen dynamischen und älteren erfahrenen Kollegen“, sagt der 59-järhige Amtsleiter. Nach zwei Jahren Abwesenheit in der Stadt gibt es ein Wiedersehen mit einem alten Bekannten: Daniel Bach. Der Mittdreißiger war fünf Jahre lang Stadtteilmanager in Eppinghofen und kennt daher die Stadt aus einer anderen Perspektive. Zwischenzeitlich hat der Raumplaner ein städtebauliches Referendariat absolviert und freut sich über das gute Timing und ist gerne nach Mülheim zurückgekehrt. Er übernimmt die Aufgaben von Thorsten Kamp, der Dezernent in Moers geworden ist und wird im Zusammenhang mit der Umsetzung Innenstadtkonzept auch Kontakt zu Bürgern haben. Im Mai bekommt er Unterstützung von einer jungen, 29-jährigen Stadtplanerin, die bisher in Radevormwald gearbeitet hat, Sabine Noack. Die Leitung der Abteilung Städtebau und -gestaltung soll Felix Blasch übernehmen, der bereits seit einem Jahr im Planungsamt tätig ist und seitdem federführend für die Bauleitplanung war. Damit wird die Ämterstruktur noch schlanker

Dringender Personalbedarf besteht bei der Denkmalaufsicht, wo eine Kollegin mit dem Arbeitsaufkommen überlastet sei. Nach der Sommerpause soll es Unterstützung geben, hofft Liebich.