Generationenkonflikte bleiben nicht ganz aus

Nach langjähriger Beobachtung von Dietmar Harsveldt, der die Anlage am Entenfang sowie sechs weitere „Freizeit-Oasen“ betreibt, sind es vor allem drei Beweggründe, die Dauercamper aus den umliegenden Großstädten hinaus ins Grüne ziehen: „Sie suchen Ruhe, Sicherheit und soziale Gemeinschaft.“

In der Praxis funktioniere das auch, meint der Geschäftsführer, „ich muss nicht viel dazu tun, die Menschen hier regeln es selber“. Er schwärmt gar von einem „Dorfidyll“, getragen von gegenseitiger Hilfe. Gleichwohl gibt es eine Platzordnung, in der auch sensible Nachbarschaftsthemen wie Haustierhaltung (inklusive der Beseitigung von Hundekot), Ballspielen, Rasenmähen und Ruhezeiten verbindlich festgeschrieben sind. Ein Aushang am schwarzen Brett in der Rezeption erlaubt zusätzlich „lange Samstage“, und zwar jeweils die ersten des Montags, an denen die offizielle Nachtruhe erst spät um 1 Uhr beginnt.

Natürlich läuft es auch am Entenfang nicht gänzlich beschwerdefrei, räumt Harsveldt ein. Typische Generationenkonflikte beträfen Störungen durch nachtaktive Jugendliche oder auch geräuschvoll spielende Kinder während der Mittags(schläfchen)zeit. Kurz: „Ältere Leute beschweren sich über Lärm und Krach, solange ihre eigenen Enkelkinder nicht da sind.“ Wie anderswo auch.