Gefährliche Fahr-Manöver an der Baustelle Kruppstraße

Viele Fahrer wenden vor der Sperre und nehmen die Umleitung.
Viele Fahrer wenden vor der Sperre und nehmen die Umleitung.
Foto: FUNKE Foto Services
An der Kruppstraße huschen viele Fahrer durch den Gegenverkehr, um Umwege zu vermeiden. Baustellensperrung dauert noch acht Wochen.

Mülheim.. Zu gefährlichen Fahrmanövern kommt es derzeit an der Kruppstraße, Ecke Gneisenaustraße. Bereits seit einigen Wochen wird dort auf Höhe der U-Bahn-Haltestelle Eichbaum gebaut, die Straße ist teilweise gesperrt. Da Autofahrer aber einen großen Umweg nehmen müssten, um die Sperre zu umgehen, fahren einige kurzerhand in entgegengesetzer Fahrrichtung über den offenen Teil der Kruppstraße – also in den Gegenverkehr.

„Wir erneuern dort die Straßenfahrbahn, die Rinnsteine und die Kanaleinleitung“, erklärt Stadtsprecher Volker Wiebels. Dafür hat die Stadt eine Fahrbahn der Kruppstraße von Gneisenaustraße bis zum Sunderweg gesperrt, so dass der Verkehr nur in Fahrtrichtung Rhein-Ruhr-Zentrum fließen kann. Autofahrer, die aus Richtung RRZ kommen und in Richtung Stadtmitte unterwegs sind, dürfen nur bis zur Einmündung Sunderweg fahren.

Nicht jede Baustelle kann überwacht werden

Auch können Fahrer, die aus dem Sunderweg kommen, nur noch rechts auf die Kruppstraße abbiegen, links herum ist die Straße gesperrt. Da dieser Weg aber der kürzeste in Richtung Stadtmitte und Autobahnauffahrt ist, huscht der ein oder andere Fahrer schnell über die Gegenfahrbahn hindurch. Manche warten sogar mit laufendem Motor am Rand der gesperrten Fahrbahnseite bis es frei ist, um durchzufahren.

„Wir können nicht jedes verkehrswidrige Verhalten überwachen“, sagt Volker Wiebels. Auch die Polizei habe nicht die personellen Kapazitäten, um in jeder Baustelle den Verkehr zu kontrollieren, erklärt Polizeisprecher Lars Lindemann. Zu Unfällen sei es bisher nicht gekommen. Acht Wochen soll noch gebaut werden. So lange sollten Fahrer dort vorsichtig unterwegs sein.