Gästehaus am Mülheimer Steinbruch

Die Freundinnen Annette Cordes (li.) und Elsabeth Stumpf haben sich mit dem  Gästehaus einen Traum erfüllt.
Die Freundinnen Annette Cordes (li.) und Elsabeth Stumpf haben sich mit dem Gästehaus einen Traum erfüllt.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Mülheim hat ein neues Gästehaus. Idyllisch auf dem Betriebsgelände des Steinbruchs Rauen gelegen, bietet „Das alte Steinmetzhaus“ zwei miteinander verbindbare Ferienwohnungen, die, wie Geschäftsführerin Annette Cordes hofft, interessante Menschen locken wird.

Mülheim-Broich.. Mülheim hat ein neues Gästehaus. Idyllisch auf dem Betriebsgelände des Steinbruchs Rauen gelegen, bietet „Das alte Steinmetzhaus“ zwei miteinander verbindbare Ferienwohnungen, die, wie Geschäftsführerin Annette Cordes hofft, interessante Menschen locken wird.

Annette Cordes-Rauen und ihre langjährige Freundin Elisabeth Stumpf suchten eine geraume Zeit nach einem geeigneten Objekt für ein zweites Standbein. „Wir haben zuerst von einem Café oder einer Begegnungsstätte geträumt“, berichten die Frauen. Als dann das flache, 150 m² große, für Werkswohnungen genutzte Nachkriegs-Haus am Rande des Steinbruchs 2014 von der Firma Rauen von Grund auf renoviert wurde, hatte die Ehefrau von Hans-Joachim Rauen die Idee, das Haus zu mieten, um ein Gästehaus einzurichten. „Wir liegen mit dem Gästehaus ideal am Ruhrtal-Radweg“, sagt die 51-Jährige, „und ich bin gespannt, welche Menschen wir auf diese Weise kennen lernen.“ So hatte sie sich seit Planungsbeginn mit einer insgesamt fünfköpfigen „Mädchenrunde“ getroffen. Jede konnte ihre kreativen Ideen in die Gestaltung eingebringen – seien es individuell gestaltete Möbel, Farbkonzepte oder andere Einrichtungsvorschläge. „Wir haben gemeinsam überlegt, wie wir das Haus gestalten können. Dafür bin ich meinen Freundinnen sehr dankbar“, betont Annette Cordes.

Gästehaus mit individuell gestalteten Räumen

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Jeder Raum ist individuell gestaltet, ein Schlafzimmer etwas blumiger, mädchenhafter geworden, ein anderes ein wenig nüchterner. In der Wohnung eins gibt es ein gemütliches Wohn-Esszimmer, in der Wohnung eins dafür eine schicke Wohnküche und ein Lesezimmer. Alle Räume sind einladend, freundlich und individuell gestaltet. Das fängt beim Geschirr und rotem Samtsofa in der Küche an und hört bei handgefertigten Lampen und Schränken auf. „Eingekauft haben wir ebenso im holländischen Trödel wie im Mülheimer Möbelhaus“, verrät Annette Cordes. Und es habe trotz der Arbeit – denn die Frauen haben selbst kräftig mit angepackt – viel Spaß gemacht.

Ruhrsandstein wird noch gebrochen

Jetzt sind sie gespannt, welche Gäste die Wohnungen einweihen. Ihr Dachdecker habe nun das ganze Haus für seine Geburtstagsgäste gemietet. Aber auch für andere Events, wie Kochveranstaltungen oder Feiern im kleinen Kreis, geben sie ihr Steinmetzhaus gerne her. Das Haus sei mit allem ausgestattet und sie seien für jeden Vorschlag offen. „Auf Wunsch stellen wir auch gerne die Getränke schon mal kühl“, lachen die beiden Frauen.

Bei schönen Wetter können es sich die Gäste vor und neben dem Haus gemütlich machen. Der Blick nach hinten raus führt auf das alte „Kollergebäude“, in dem früher Ziegel gebrannt wurden. Ansonsten sei der Steinbruch aber nicht für die Besucher zugänglich. Sie müssten sich da aus versicherungsrechtlichen Gründen absichern, so Annette Cordes.