Für einen neuen Anleger fehlt der Stadt das Geld

Mintard..  Am Wasserbahnhof macht die Weiße Flotte fest. Auf Mülheim trifft das zu. An der Schleuseninsel starten die nach wie vor beliebten Schiffstouren. In Mintard existiert – nur wenige Meter vom Ruhrufer entfernt – seit den 1930er Jahren ein zweiter Wasserbahnhof. Dort legten die Ausflugsschiffe bis 2011 an. Seitdem ist Durchfahren an der Ruhrtalbrücke angesagt.

„Das Passagieraufkommen war nicht mehr so groß, weshalb wir aus wirtschaftlichen Gründen den Anleger aufgegeben haben“, erläutert Joachim Exner, Leiter der städtischen Betriebe. Das Haushaltssicherungskonzept habe schon damals der Weißen Flotte die Daumenschrauben angelegt. Das habe sich leider bis heute nicht geändert, fügt Joachim Exner hinzu.

Wenn es mit der Wiedereröffnung des Mintarder Wasserbahnhofs dort auch wieder eine Anlegestelle geben soll, dann könne das nur über eine private Initiative laufen. „Bei den Betrieben haben wir dafür kein Geld“, erklärt Exner. Es habe bereits Gespräche mit den neuen Eigentümern gegeben. „Aber leider sprechen die Bücher jetzt nicht für die Finanzierung eines Anlegers von unserer Seite aus.“ Die Fraktionen von Grünen, CDU und SPD haben den Anleger Mintard auf die Tagesordnung der Bezirksvertretung 3 gesetzt. Um die 2500 Euro plus Wartung soll das Projekt kosten.