Für den Kreisverkehr in Holthausen fehlt das Geld

Die Ampeln an der Kreuzung Rumbachtal/Fischenbeck/Holthauser Höfe bleiben vorerst erhalten. Für einen Kreisverkehr hat die Stadt kein Geld.
Die Ampeln an der Kreuzung Rumbachtal/Fischenbeck/Holthauser Höfe bleiben vorerst erhalten. Für einen Kreisverkehr hat die Stadt kein Geld.
Foto: Funke Foto Services
Die CDU möchte Geld sparen und die Ampeln an der Kreuzung Rumbachtal/ Fischenbeck/Holthauser Höfe abschalten. Stadt: Das Projekt rechnet sich nicht.

Holthausen.. Die Ampelanlage an der Kreuzung Fischenbeck/Holthauser Höfe/Rumbachtal ist überflüssig – haben die Mitglieder der CDU-Fraktion in der Bezirksvertreung 1 festegestellt. Weil sie Strom- und Wartungskosten dem städtischen Haushalt ersparen möchten, soll die Lichtzeichenanlage abgebaut werden. Das sei machbar, „weil die Kreuzung nicht so stark befahren würde“, begründet Hansgeorg Schiemer, der Fraktionsvorsitzende, den Antrag der Christdemokraten.

Er hatte diesen wieder auf die Tagesordnung gesetzt, weil sich seit mehr als zwei Jahren an der Kreuzung im Tal des Rumbachs nichts geändert hat. Die Straße Fischenbeck hat allerdings vor einigen Monaten eine neue Fahrbahndecke bekommen.

Vorerst bleiben die Ampeln allerdings stehen und funktionstüchtig. Der „notwendige Umbau der Kreuzung zum Kreisverkehr wird 36 000 Euro kosten. Die haben wir zur Zeit nicht“, erklärte Peter Roedel, Leiter der Verkehrsabteilung beim Ordnungsamt. „Strom und Wartung der Ampeln kosten pro Jahr zusammen 2500 Euro. Heute lässt sich dieses Projekt nicht wirtschaftlich darstellen“, lautet die Begründung aus dem Rathaus. Dort existieren Pläne, am Schnittpunkt der drei Straßen einen Kreisverkehr zu bauen – aber ohne vordringlichen Bedarf.

Neue Umgestaltung möglich

Dann sollten die Ampeln einfach abgeschaltet werden und es würde die Rechts-vor-links-Regelung gelten, kam ein weiteres Argument aus dem Plenum. „Ampeln können nicht so einfach abgeschaltet werden. Passiert danach ein Unfall, kann es Regressansprüche geben“, warnt Peter Roedel. Schilder müssten dazu mindestens aufgestellt werden.

Die Prüfung sollte auch berücksichtigen, wie der Kreis oder die Kreuzung bei einer neuen Buslinienführung von den Holthauser Höfen über Rumbachtal zum Hauptbahnhof aussehen soll. Diese Zukunftsvariante steht im neuen Nahverkehrsplan. Bisher fahren die Busse der Linie 753 geradeaus von der Fischenbeck über die Holthauser Höfe. Busse der Linie 132 biegen vom Rumbachtal nach links in die Fischenbeck ab.

Ob eine neue Linienführung Wirklichkeit wird, ist offen, weil wieder ein neues Gutachten das Nahverkehrsangebot in der Stadt bewerten soll. Baute die Stadt die Kreuzung bald zu einem Kreisverkehr um, schaffte sie Fakten, die nicht mehr in den Nahverkehrsplan passen. Eine erneute Umgestaltung des Kreisverkehrs wäre die Folge. Der Kreis müsste groß genug sein oder ein überfahrbares Innenstück haben, damit dort Linienbusse problemlos passieren können.