Frühjahrsputz dauerte sieben Stunden

Auch im ehemaligen Wasserturm stand jetzt ein Frühjahrsputz an. In der Camera Obscura fällt dieser allerdings immer etwas größer aus als in normalen Haushalten. Um die Optik der 25,50 Meter hohen Camera, die von der Mülheimer Stadtmarketing und Tourismus GmbH (MST) betrieben wird, zu überprüfen und zu reinigen, reisten extra Experten aus Jena an.

Damit Besucher die Bilder der Projektion bei den im Schnitt acht täglichen Vorführungen auch weiterhin gestochen scharf sehen können, stand jetzt die jährliche Reinigung der Optik – bestehend aus einem drehbaren Spiegelkopf mit kippbarem Spiegel und fokussierbarem Objektiv – auf dem Programm. Dr. Stefan Frank und Feinmechaniker Jürgen Haese – die ausführenden Ingenieure der Firma Carl Zeiss Jena – benötigten für die komplette Reinigung der kostbaren Optik gute sieben Stunden. Da hieß es: hochfahren, abmontieren, herunterfahren, alles gründlich reinigen, ausbessern, hochfahren, wieder montieren.

Museumsleiter Dr. Tobias Kaufhold ist immer wieder fasziniert: „Dass die Optik seit inzwischen über 20 Jahren einwandfrei funktioniert, ist klasse. Und neben den vielen Vorführungen pro Tag, muss sie auch extreme Temperaturschwankungen aushalten.“ Das Objektiv mit seinem fokussierbaren 3-linsigen System wurde mit einer speziellen Lösung sorgfältig gereinigt, bevor alle Bauteile wieder gewissenhaft ineinander gesetzt wurden. Bei dem angekündigten sonnigen Wetter in den nächsten Tagen lohnt sich also ein Besuch in der Camera Obscura.