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Freunde der Kammermusik gefragt

19.01.2016 | 18:51 Uhr
Freunde der Kammermusik gefragt
Applaus für Pianist András Rákosi (l.) und den belgischen Opernsänger Ivan Thirion bei einem Konzert in der Villa Zsuzsa im November 2014.Foto: Anna-Maria Früh

Mülheim.   „Villa Zsuzsa“ startet mit Programm in den Frühling. Initiatoren freuen sich über steigende Besucherzahlen, wünschen sich mehr Mitglieder im Förderverein.

Die klangvolle Tradition der Hauskonzerte wurde in der schönen Gründerzeitvilla an der Boverstraße 4 in Mülheim wieder salonfähig gemacht. Konzertgeigerin Zsuzsa Debré, gebürtige Ungarin, und ihr Ehemann, der Opernagent Erkki Alste mit finnischen Wurzeln, veranstalten seit 2013 Konzerte mit klassischer Musik und Melodien aus Oper und Operette. Um die Jugend zu fördern, hat das Ehepaar einen internationalen Violinwettbewerb ins Leben gerufen. Dritter im Bunde ist Pianist András Rákosi, der dort eine Klavierklasse leitet.

Es hat ein bisschen gedauert, bis das Konzert-Angebot hinsichtlich der Besucherzahl in Schwung kam. Begeisterte Gäste hatten es per Mundpropaganda auf den Weg gebracht, so Zsuzsa Debré, die mehr als zufrieden mit der vergangenen Saison ist: „Wir haben viele Menschen bewegt und viele neue Gäste gewonnen.“ Das Neujahrskonzert sei zweimal hintereinander voll gewesen und auch „die beiden Weihnachtskonzerte waren sehr gut besucht“. Die private Initiative komme ohne öffentliche Gelder aus, dafür wurde ein Förderverein ins Leben gerufen, der aktuell knapp 30 Mitglieder zählt.

Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kammermusik zu pflegen und zu fördern sowie junge Talente zu entdecken. „Durch unsere Mithilfe und finanzielle Unterstützung möchten wir dazu beitragen, dass die schönen und anspruchsvollen Konzerte weitergehen“, sagt Anna-Maria Früh, zweite Vorsitzende. Deshalb sei es ein Anliegen, mehr Mitglieder zu gewinnen: „Ich gehe davon aus, dass es in Mülheim genügend Klassik-Interessierte gibt, die die Atmosphäre im Haus genießen und Mitglied im Förderverein werden könnten“, so Anna-Maria Früh.

Launiger Klavierabend mit heiterem Programm

Die „Villa Zsuzsa“ hat den einladenden Charme eines offenen Hauses, in dem Gäste willkommen sind. Genügend Anlass gibt es in der nächsten Zeit dazu. Schwungvoll starten die Kammermusik-Freunde mit Programm in den Frühling. Unter dem Motto „Virtuosen und Wunderkinder“, so Debré, „wollen wir das Besondere bei den Musikern herausstellen“.

Unter dem Motto „zauberhafter Karneval“ gestaltet András Rákosi am 19. Februar, 19 Uhr, einen launigen Klavierabend mit heiterem Programm, bei dem das Monumentalwerk der Romantik nicht fehlen darf: Carneval von Robert Schumann. Beim Konzert am 19. März, 17 Uhr, geben mit Aglaja Vollstedt und Levi Geier die jungen Preisträger des „1. Internationalen Thöne-Violinwettbewerbs“ den Ton an.

Den Fingertanz demonstriert Gitarrenvirtuose Sándor Szilvágyi aus Ungarn, mehrfach preisgekrönt, beim Konzert am 24. April. Musikalisch quirlig wird es ebenso an Muttertag, wenn Zsuzsa Debré und Freunde am 8. Mai u.a. Mozarts Klarinettenquintett anstimmen. Auch die beliebte Kaffeeklatsch-Reihe mit Kuchen und Operetten-Melodien, gespielt von Zsuzsa Debré (Geige) und András Rákosi (Flügel), geht weiter: 6. März, 10. April, 22. Mai, 15 Uhr.

Margitta Ulbricht

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2016-01-19 18:51
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