Freilichtbühne sucht Förderer
18.06.2008 | 20:34 Uhr 2008-06-18T20:34:00+0200
Auch für den Kulturgenuss im Grünen gilt: Ohne Moos nichts los. Die Freilichtbühne an der Dimbeck wird nicht ohne Sponsorengelder zu halten sein.
Das machte der Vorsitzende des Vereins der Freunde der Europa-Freilichtbühne, Horst van Emmerich, bei der gestrigen Mitgliederversammlung im Gesellenhaus deutlich. Sein Stellvertreter Christian Mangen sieht dies bei weitem nicht so dramatisch, wenn man mit einer vorsichtigen Kalkulation arbeite. Er setzt auf gezieltes Sponsoring für einzelne Veranstaltungen. Obwohl für 2008 nur 23 000 Euro an Sponsorengeldern eingeworben werden konnten, während es im Vorjahr 56 000 Euro waren, geht van Emmerich für 2008 von „einem positiven Jahresabschluss” aus. Neben den Sponsorengeldern und einem einmaligen Zuschuss der Stadt in Höhe von 20 000 Euro stützt van Emmerich diese Prognose auf eine erheblich preigünstigere Kalkulation mit mehr regionalen Künstlern und publikumsfreundlicheren, weil geringeren Eintrittspreisen. Für die Zukunft setzten die Freunde der Europa-Freilichtbühne auf eine verstärkte Kooperation mit großen Gastbühnen, um das finanzielle Risko auf mehrere Schultern verteilen zu können. Erste Gespräche in diese Richtung wurden bereits mit dem Landestheater Dinslaken und der Ruhrtriennale geführt. Verstärken möchte van Emmerich auch die Kooperation mit der Regler-Produktion, um mit ihr nicht nur die kleine, sondern auch die große Bühne zu beleben. Im Gespräch mit der NRZ machte Peter Michael Schüttler deutlich, dass sich die zwölfköpfige Regler-Produktion nicht nur mit der Sunset-Folks-Reihe auf der kleinen Bühne, sondern auch beim Irish-Folk, bei der Oldie Night und bei der Galanacht der Mülheimer Chöre als Partner einbringt. Schüttler betonte, „dass wir als Regler Produktion null Cent von niemanden bekommen und deshalb Veranstaltungsdefizite aus der eigenen Tasche begleichen müssen.” Deshalb hat 2008 für die Regler-Produktion die Konsolidierung Vorrang, nach dem man wetterbedingt im letzten Jahr bei einigen Veranstaltungen Verluste auffangen musste. Perspektivisch kann sich Schüttler aber durchaus noch zusätzliche Veranstaltungen auf der kleinen und der großen Freilichtbühne vorstellen. Die Ideen reichen vom Nachwuchsbandfestival bis zur Kleinkunst. Grundsätzlich empfiehlt Schüttler eine vorsichtige Kalkulation, die nicht nur aus Eintrittspreisen und Gastronomieerlösen, sondern auch auch auf freiwilligen Spenden von Veranstaltungsbesuchern basieren könne.

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