Fortbildung mit zweiwöchigem Praktikum ist erforderlich

Gesetzliche Grundlage für den Einsatz der professionellen Helfer ist § 87b SGB XI. Er regelt die „Vergütungszuschläge für zusätzliche Betreuung und Aktivierung in stationären Pflegeeinrichtungen“.

Aufgaben und Anforderungen der zusätzlichen Betreuungskräfte sind in einer ergänzenden Richtlinie festgeschrieben, die zuletzt im Dezember 2014 aktualisiert wurde. Ziel ihrer Arbeit ist es, den Bewohnern „eine höhere Wertschätzung“ entgegen zu bringen und ihnen mehr Teilhabe am Gemeinschaftsleben zu ermöglichen.

Zu den Alltagsaktivitäten, bei denen die Betreuer unterstützen sollen, gehören beispielsweise Malen und Basteln, Musizieren, Kochen, Besuch von Veranstaltungen oder Gottesdiensten, Lesen und Vorlesen, Brett- und Kartenspiele, Spaziergänge und Ausflüge. Außerdem sollen die Betreuungskräfte für Gespräche zur Verfügung stehen und ein offenes Ohr für Sorgen der Pflegebedürftigen haben.

Sie dürfen aber nicht regelmäßig in grundpflegerische oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten in den Heimen eingebunden werden.

Auch ihre Qualifikation ist in der Richtlinie geregelt. Ein therapeutischer oder pflegerischer Berufsabschluss ist nicht erforderlich, wohl aber eine dreiteilige Fortbildung, die mindestens 160 Unterrichtsstunden umfasst und ein zweiwöchiges Betreuungspraktikum.