Forsch voran

Heute geht es los: Philipp Helmich fliegt auf die Azoren. Genauer: die Insel Pico. Von dort wird er zu Expeditionstouren aufbrechen, um Flora und Fauna zu entdecken. Wie ein Forschungsreisender. Hauptberuflich drückt der 13-Jährige sonst die Schulbank des Karl-Ziegler-Gymnasiums. Das wird auch noch gut vier Jahre so bleiben. Doch dann, nach dem Abitur würde er tatsächlich gerne Forschungsreisender werden. Und unter dieser Perspektive ist so eine Premiere natürlich etwas Spezielles.

So gibt Philip im Gespräch vor seiner Reise gerne zu, dass er schon etwas aufgeregt sei. Aber, und da merkt man schon gleich den professionellen Blick, das gehöre eben nun mal dazu, erläutert er gleich. „Ich habe mich natürlich im Vorfeld über die Insel informiert. Im Internet zum Beispiel. Aber in erster Linie lasse ich die nächsten zwei Wochen einfach mal auf mich zukommen.“ Abenteuerlust gehört eben auch mit zum Berufsbild eines Forschungsreisenden. Aber auch profanere Dinge: Zum Beispiel Marketing.

Denn das Heidelberger Institut für Jugendmanagement, das diese Reise für naturwissenschaftlich besonders begabte Jugendliche organisiert, hatte den Forschern in Ausbildung die Aufgabe gestellt, das Projekt öffentlich bekannt zu machen. Philip stellte es schon im Januar in der NRZ vor. Allerdings musste der 13-Jährige in diesem Zusammenhang auch eine ernüchternde Erfahrung machen: Er suchte auch nach potentiellen Sponsoren. Mehrere Unternehmen hatte er angeschrieben. Eines antwortete, Unterstützung angeboten hat aber keines. Auch das ist eine Erfahrung. Nun freut sich Philip vor allem auf eines: Gemeinsames Schwimmen mit den Delfinen. Deswegen musste er vor Reisebeginn auch eine Bescheinigung vorweisen, die nachweist. dass er schnorcheln kann. Auch bei Expeditionen muss alles seine Ordnung haben.