Flughafen-Gegner greifen die CDU an
06.07.2008 | 15:36 Uhr 2008-07-06T15:36:00+0200Die Reaktionen im WAZ-Internet-Portal Der Westen sind relativ ausgewogen. Bei den Flughafen-Gegnern indes stoßen die Pläne des Luftfahrtunternehmers Theo Wüllenkemper, auf den Ruhrhöhen eine Werft zur Wartung von Airbussen zu bauen, auf klare Ablehnung.
Dabei nehmen sie weniger die WDL-Gruppe als die CDU ins Visier, die das Projekt inzwischen unterstützen will. Die Grünen sprechen von „Wählerbetrug”. Ihr planungspolitischer Sprecher Hubert Niehoff erinnert an das christdemokratische Wahlprogramm 2004, das Düsen- und Geschäftsflüge ausschließe. „Offenbar inspiriert vom OB-Kandidaten Zowislo” wolle man nun „in trauter Eintracht mit Wüllenkemper” die große Düse nach Mülheim holen. Niehoff sagt „drastische” Folgen für die Anwohner voraus, wenn dort nachts gearbeitet und von 5 Uhr bis 23.30 Uhr gestartet und gelandet werde. Netzwerk-Sprecher Waldemar Nowak ist über das CDU-Verhalten „maßlos enttäuscht”. „Sie verkauft Wohnqualität”, sagt er, und sieht die „dringende Gefahr”, dass Essen/Mülheim zum „Entlastungsflughafen für Düsseldorf” werde. Die Genehmigung der Werft sei ein „Dammbruch”, der die Ansiedlung hochwertigen Gewerbes an der Brunshofstraße erschwere Die Grünen in Essen haben inzwischen den Antrag gestellt, der Rat ihrer Stadt möge am 13. August beschließen, dass der Reparatur-, Wartungs-, Probe- und Montagebetrieb am Flughafen ausgeschlossen bleibt.

14:09
Das Thema zusätzliche Arbeitsplätze ist nicht nachvollziehbar. Wartet Herr Wüllenkemper seine Flugzeugflotte etwa heute nicht, bedarf es hierzu nicht auch Personal. Wie immer kann es sich hierbei nur eine Verschiebung oder sogar Abbau von Arbeitsplätzen handeln. Es sollte in den Diskussionen nicht immer von zusätzlichen Arbeitsplätzen gesprochen werden, am Ende des Tages geht es einem Wirtschaftsunternehmen nur um den Profit und hier ist Mülheim eindeutig günstiger für Herrn Wüllenkemper, nicht aber für die Städte Mülheim und Essen, die schon seit Jahrzehnten dies subventionieren.
17:50
Im Terminkalender der Internetseite der CDU kann man auch folgendes finden:
23.07.2008 | 17:00 Uhr
Besichtigung des Flughafens
Die drei CDU-Ortsverbände Nord, Styrum und Dümpten besichtigen den Flughafen Essen/Mülheim an der Ruhr. Treffpunkts ist um 16:45 Uhr in der Brunshofstraße vor Hausnummer 3. In ihrer Einladung schreiben die Vorsitzenden der drei Verbände, Ursula Schröder, Rainer Hartmann und Dr. Roland Chrobok, dass man mit diesem Besuch keineswegs an die Beschlüsse der Mülheimer CDU rütteln will, die dem Flughafen gegenüber eine ablehnende Haltung einnimmt. Aber es sei immer besser, wenn man verantwortungsbewußt diskutieren will und dann u.U. im Stadtrat politisch entscheiden muss, sich vor Ort mit den Gegebenheiten vertraut zu machen.
Ach ja, ablehnende Haltung? Ist die CDU selbst überrollt worden?
17:46
Die Internetseite der Mülheimer CDU liefert gerade die absolute Lachnummer. Eine Aussage zum Standpunkt der CDU zum Wüllenkemper-Vorhaben fehlt weit und breit. Stattdessen findet man einen Artikel darüber, dass die CDU schockiert über Graffiti-Schmierereien in Dümpten ist. „Die Verunstaltungen stellen nach Auffassung der Dümptener CDU eine derart große Verschlechterung des Stadtteils dar, dass sich die CDU-Dümpten nun in der Pflicht sieht, die Initiative zu ergreifen.“
Wie gut, dass die CDU richtige Problemlagen in Stadtteilen sofort erkennt und sich in die Pflicht genommen weiß. Ein Hoch auf Zowislo.
17:35
Wacht doch endlich auf, diesen Unfug kann man nicht rückgängig machen. Man kann sich auch anders als Politiker in MH ein Denkmal setzen als durch die Erlaubnis von Düsenflügzeugen. Beide Parteien regen sich über Düsseldorf auf und heben nun am Airport MH ins bodenlose ab.
17:05
Herr Wüllenkemper redet doch mitlerweile nur von 50 zusätzlichen Arbeitsplätzen. 150 hat er schon. Das Ganze ist Augenwischerei, worauf die CDU gandenlos reingefallen ist. Mit diesem Schachzug hat sie auch alle Bemühungen gegen den Düsseldorfer Fluglärm verspielt. In Düsseldorf wird man darüber nur noch müde lachen.
17:01
@funzel: 200 arbeitsplätze für essen und mülheim gemeinsam? ja? bitte? was haben diese arbeitsplätze zu bedeuten?
11:40
an@ haddock und reinera habt ihr beiden schon mal überlegt was neue arbeitsplätze bedeuten?
20:01
Die CDU unterstütz die SPD bei ihrem Fall Yassine und der Vergährungsanlage, schreit nicht auf bei den Swopgeschäften, wo das städtische Vermögen verzockt wurde und schwänkt jetzt noch ein auf die SPD-Seilschaft am Flughafen. Wozu braucht Mülheim so eine Partei. Ich wüßte nicht wer solche Verliehrer wählen sollte.
19:26
Die CDU halt sich weiter dackelhaft an die SPD. Sie macht jeden personellen und politischen Unsinn mit, um auch ein paar Pöstchen zu bekommen.
Nun startet sie auch noch ihren Wahlkampf mit einem klaren Wortbruch.
Für welche Politik in Mülheim steht sie eigentlich?
Von Profil ist jedenfalls keine Spur.