Flickschusterei muss aufhören

Vor kurzem wurde über verschiedene Planungen und Problembereiche der Innenstadt berichtet. Wenn man das alles liest, stellt sich schon die Frage, ob die Innenstadtplanung nur Stückwerk ist.


1. Da wird bei der Umgestaltung des Rathausplatzes in einem Nebensatz über den Wegfall der – immer gut belegten – Parkplätze gesprochen. Gleichzeitig liest man aber jetzt, dass eine Umgestaltung der Bachstraße wegen der Parkplätze nicht möglich ist. Gibt es eigentlich für die Innenstadt ein Parkraumkonzept?


2. Beim Rathausmarkt wurde sehr detailliert die Ausgestaltung der Oberfläche zum Beispiel mit Kleinpflaster und aufgelöstem Stadtwappen beschrieben. Das Ganze soll 900 000 Euro kosten, das für einen Platz, der für die Fußgänger in der Innenstadt sicher nicht die Bedeutung hat wie die Leineweberstraße und der Synagogenplatz. Dort fehlt aber das Geld. Sind hier die Schwerpunkte richtig gesetzt?


3. Für den Platz am Stadthafen wurde eine „Möblierung“ mit Bäumen, Brunnen o.ä. mit der Begründung abgelehnt, dass diese Fläche als Veranstaltungsfläche erforderlich ist. Mit der gleichen Begründung fallen die Parkplätze auf dem Rathausplatz weg. Braucht die Innenstadt in nur wenigen Metern Abstand zwei solche Plätze?


Das sind nur einige Punkte, die die Frage nach einem abgestimmten Handlungskonzept für die Innenstadt aufwirft. Insofern teile ich die Auffassung des Sprechers der SPD im Planungsausschuss, Claus Schindler, dass die Flickschusterei aufhören muss und ein solches Handlungskonzept, ein Masterplan, dringend erforderlich ist.