Figurentheater behandelt die Menschenwürde

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Die Figuren sehen mal gespenstisch und bizarr, mal zart und zerbrechlich aus. Aber immer weisen sie menschliche Charakterzüge in der ganzen Bandbreite auf. Mit seinem Handpuppenspiel rührt der Australier Neville Tranter sein Publikum weltweit. Schwarzer Humor und bewegende Gefühle gehen dabei Hand in Hand. Der international bekannte Handpuppenspieler präsentiert sein neues Stück „The King“ in der Katholischen Akademie „Die Wolfsburg“ am Samstag, 21. Februar, 14 Uhr. Einige Wochen vor der Premiere testet er in einem „try out“ das Stück live vor Publikum.

Die Geschichte: Ein alternder Rockstar versucht, seine Würde zu retten, in dem Augenblick, wo das Publikum beginnt, sich abzuwenden. Ärzte, Manager und Presse werden immer kritischer und scheinen sich gegen ihn zu verbünden. Was bleibt übrig vom Ruhm, von der Selbstachtung?

In seinem Puppenspiel um die drängenden Fragen des Lebens versteht es Neville Tranter, sein Publikum mitzunehmen, es zum Lachen und Weinen zu bringen und die richtigen Fragen zu stellen. Das Stück ist in leicht verständlichem Englisch gehalten. Tranter, der seit 30 Jahren mit seinen Figurentheater-Stücken um die Welt reist, gilt als ein Erneuerer des klassischen Handpuppenspiels und wurde mehrfach auf Festivals ausgezeichnet. Bei den Stücken für Erwachsene stehen häufig kritische und politische Themen im Mittelpunkt, wie der Afghanistan-Krieg oder „Schicklgruber alias Adolf Hitler“, letzte Tage im Führerbunker.