Fernseh-Coach Stefan Hagen gab Tipps

„Und was machen Sie?“ Mit dieser provokanten Frage an 150 Teilnehmer des zweiten Gründungsforums des Startercenters NRW stieg der Fernseh-Coach Stefan Hagen am vergangenen Dienstag in seinen Impulsvortrag zum Thema „Ego-Marketing“ im Medienhaus ein. Seine These: Jeder erfolgreiche Unternehmer muss auf eine solche Frage sofort eine Antwort parat haben, die genau zu seiner Persönlichkeit und dem, was ihn antreibt, passt.

Dabei, so Hagen, gehe es weniger um überzeugende Argumente zu Qualität, Service oder Preis-Leistungsverhältnis. Viel wichtiger sei es, den Kunden mit der eigenen Leidenschaft und Freude für die gebotene Leistung zu entzünden. Kein „Marketing von der Stange“ also, sondern eine individuelle und authentische Kundenansprache seien der Garant dafür, sich erfolgreich vom Wettbewerb abzuheben. Dass dies gelingen kann, bewiesen anschließend neun Jungunternehmer, die ihr Publikum in drei-minütigen Kurzvorträgen von sich und ihrem Produkt zu überzeugen suchten. Sechs Unternehmerinnen und drei Unternehmer führten vor, dass beim Schritt in die Selbstständigkeit zu einer zündenden Idee immer auch eine überzeugende Persönlichkeit kommen muss, die sich und ihre Leistung sympathisch, kompetent und den Anforderungen ihrer Kundengruppen entsprechend zu vermarkten weiß. Stefan Hagen zeigte sich hiervon ebenso beeindruckt wie von der großen Resonanz, die das Gründungsforum bei Existenzgründern und Jungunternehmern aus der ganzen Region erfuhr.

„Die Gründerszene ist in unserer traditionellen Gründerstadt Mülheim in der Tat höchst vital. Diese Szene zu stärken und Hilfestellung beim Ausbau zu leisten, das ist eine der Triebfedern für die Gründungsforen der Startercenter NRW in der Region Mülheim, Essen, Oberhausen“, erklärte der Geschäftsführer von Mülheim & Business, Jürgen Schnitzmeier, als einer der Gastgeber des Abends.

Genau dieses Angebot eines informellen Gedankenaustausches wurde vom Publikum intensiv genutzt. Schon im Anschluss an jeden Kurzvortrag kam es zu regen Diskussionen, wobei sich die Teilnehmer vom Leistungsangebot einer Rechtsanwältin mit Schwerpunkt „Medienrecht“ ebenso überzeugen ließen wie von dem einer Physikerin mit Eigenverlag und Sachverständigenbüro oder einem Reiseleiter für Individualreisen nach Prag. Ganz besonders viel Applaus erhielt ein Mülheimer Gastronom, der vor rund vier Jahren die Idee hatte, kulinarische „Ruhrpott“-Spezialitäten wie die Ruhrpott-Currywurst in Dosen oder den Ruhrpott-Ketchup in ganz Deutschland zu vermarkten. Hätte er an diesem Abend in Ergänzung zum Vortrags auch zur Verkostung eingeladen, das Publikum wäre sicherlich noch begeisterter von dieser originellen Idee gewesen...