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Ferienzeit ist Fußballzeit

10.08.2012 | 17:28 Uhr
Ferienzeit ist Fußballzeit
Im Fußball-Feriencamp beim TuSpo Saarn lernen die Kids das Kicken.Foto: Christoph Wojtyczka

Mülheim. Ein heilloses Durcheinander und lautes Geschrei herrschten am Donnerstagmittag auf der Sportanlage an der Mintarder Straße in Saarn. Etwa 60 Kinder in Trikots und bunten Leibchen tollten mit Fußbällen und witzigen Hüten auf dem Kopf über die Anlage. Der geneigte Betrachter dürfte sich schnell gefragt haben: „Was ist denn hier los?“

Ferienzeit ist auch Fußballzeit. Etliche Vereine bieten in den Sommerferien Fußballcamps an, um den Nachwuchs auch in der freien Zeit zu beschäftigen. Der TuSpo Saarn arbeitet dabei bereits seit sieben Jahren mit der Firma CS-Sport zusammen, die bundesweit solche Camps anbietet. Vier ausgebildete Trainer kümmern sich dabei um die Kinder im Alter von fünf bis 14 Jahren. „Wir teilen die Kids immer in zwei altersgerechte Gruppen auf“, erklärt Trainer Tim Platen.

Trainings-Einheiten

Zwischen 10 und 16 Uhr befindet sich der Nachwuchs auf der Sportanlage. Gegen 13 Uhr – sozusagen zur Halbzeit, um in der Fußballersprache zu bleiben – gibt es ein gemeinsames Mittagessen.

Das Training besteht aus verschiedenen Einheiten, die es auch im Vereinstraining gibt. „Bei uns geht es aber wesentlich lockerer zu“, sagt Platen. Darüber hinaus finden verschiedene kleine Turniere statt. Das Feriencamp basiert auf einem Punktesystem, damit die Kinder für ihren Einsatz auch belohnt werden können. Für gute Spiele, Tore und Vorlagen gibt es ebenso Punkte wie für das soziale Verhalten. „Wer nachher nicht beim Aufräumen hilft, bekommt keine Punkte“, sagt Platen. Clever.

Dribbeln, Passen, Schießen

Während die Kleinen auf dem neuen Kunstrasenkleinfeld Grundlagendinge wie Dribbeln, Passen und Schießen üben, messen sich die etwas älteren Kinder im Fußballtennis. Auch dafür gibt es Punkte, die von den Nachwuchsfußballern auch nachgehalten werden. „Hast du meine 30 Punkte aufgeschrieben“, fragt Julian seinen Trainer mit einigem Nachdruck. Dieser nickt und notiert die Zähler. Der Mini-Kicker ist zufrieden und fügt mit Blick auf den Reporter und den Fotografen hinzu: „Autogramme gibt’s später.“

Zum Gruppenfoto versammeln sich alle 54 Spieler auf dem kleinen Kunstrasenfeld. Einige schnappen sich die Pylonen, die eigentlich zum Umdribbeln gedacht waren und funktionierten sie zu bunten Hüten um. Das heillose Durcheinander ergab trotzdem ein tolles Bild.

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