FDP hinterfragt Straßenplan-Software der Polizei

Braucht die Polizei Mülheim eine bessere Software zum schnelleren Auffinden von Straßen und Örtlichkeiten, wenn Bürger sie in der Not rufen? Die FDP jedenfalls macht das zum Thema und fragt die Stadtverwaltung, ob sie in der Sache Einfluss auf die Polizei nehmen könne. Im nächsten Ausschuss für Bürgerangelegenheiten, Sicherheit und Ordnung soll das Thema behandelt werden. „Bürger in Mülheim beklagen immer wieder“, so Fraktionschef Peter Beitz, „dass es lange dauert, den zuständigen Beamten im Lagezentrum den genauen Einsatzort zu vermitteln. Die im Moment eingesetzte Software scheint überfordert.“ Dies, so die FDP, sei wohl vor allem dann der Fall, wenn aufgeregte Anrufer nicht immer ganz präzise seien.

Für die Polizei ist das kein Thema. „Wir haben eine Software auf dem neuesten Stand, etwas Besseres gibt es nicht“, sagt Polizeisprecher Peter Elke. Beim Notruf würden den Beamten automatisch Straße, Örtlichkeiten, Plätze, Zu- und Abwege, sogar die Bebauung der Umgebung angezeigt. Dabei gehe, so Elke, definitiv keine Zeit beim Einsatz verloren.

Ein Problem, so Elke, könne jedoch auftreten, wenn der Bürger mit dem Handy anrufe und mit dem Notruf nicht in der Leitstelle Essen/Mülheim lande, sondern in einer anderen Stadt. „Wichtig ist immer, auch den Stadtnamen und nicht nur die Straße zu nennen.“