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Ruhrtal-Radweg

Etappen-Sieg

04.04.2008 | 15:45 Uhr

Ein weiteres, 800 Meter langes ausgebautes Teilstück des Leinpfads zwischen Menden und Kettwig wurde gestern eröffnet. Insgesamt sollen bis 2012 5,5 km für Radfahrer und Spaziergänger hergerichtet werden.

Ein kleines Stück weiter auf dem Weg zum großen Ziel ist der Regionalverband Ruhr (RVR): Auf dem Ruhrtalradweg wurde eine der durchaus noch zahlreicheren Schwachstellen beseitigt. 800 weitere Meter Leinpfad zwischen Mülheim-Menden und Essen-Kettwig sind nun für Spaziergänger und Radfahrer bereit. Die Ufermauer ist an einigen Stellen saniert worden, Bewuchs wurde entfernt, die Wegdecke erneuert, Bänke und Müllkübel wurden aufgestellt und 180 000 € investiert. Seit 2005 arbeiten sich  Bautrupps Stück für Stück die Ruhr entlang – abhängig vom Geld-Zufluss, von Beschränkungen durch Hochwasser und Naturschutz. Bis sie Kettwig erreichen, wird es wohl 2012. Dann sollen 1,5 Mio € verbaut und 5,5 km Wegstrecke mit Ruhezonen und Spielecken, Radständern und Bepflanzung attraktiv umgestaltet sein. Bislang sind erst 1,8 km zwischen Mendener Brücke und „In der Heil” fertig.  Die Sanierung des Leinpfads ist Teil des Gesamtprojekts Ruhrtal-Radweg, der den Fluss von der Quelle bis zur Mündung erschließt. Die Strecke wird, da ist Ulrich Carow, Bereichsleiter Umwelt des RVR nach der positiven Startbilanz sicher, „auf Dauer eine hohe Präsenz in der Region haben. Das wird ein Selbstläufer.” Der aktuelle Ausbau streifte ein höchst sensibles Terrain: das Naturschutzgebiet Kocks Loch. Spielraum bei der Wegeführung gab es auf diesem Teilstück daher kaum. „Ich meine, wir haben einen guten Kompromiss gefunden zwischen Naturschutz und Naherholungsinteressen”, so Umweltdezerenentin Helga Sander. In dem Bereich mit Auenwald und „ausgesprochen artenreichem Grünland”, bestätigte auch Dr. Perer Keil als Vorsitzender des Landschaftsbeirats „haben wir geradezu um jeden Meter gerungen, um die beste Lösung zu erreichen.” Im Oktober soll es an die nächste Etappe gehen. Ausbauziel 2008:  „Wetzkamp”. „Stilbildend” für die Naherholung empfindet Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld das Ruhrtalprojekt. „Man muss nicht immer mit dem Auto wer weiß wohin fahren”, meint sie und ist „zuversichtlich, dass auf dem Leinpfad trotz geringer Breite eine gemeinsame Nutzung möglich ist.” Die Strecke war häufig Streitzone zwischen Radlern und Fußgängern. Mühlenfeld: „Mit ein bisschen Toleranz kann man das alles hinkriegen.”

Jörn Stender

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