"Es ist unnatürlich ruhig"
13.11.2009 | 19:42 Uhr 2009-11-13T19:42:00+0100Am Entenfang gibt es einen „Campingclub”, der jedoch weder Propangasflaschen verkauft noch Tischtennisschläger verleiht. Womit sich dieser Verein stattdessen beschäftigt, erfuhr Annette Lehmann von Hans und Christina Dall'Omo: Er ist der Vorsitzende, sie die Schriftführerin.
Wozu ist er gut, Ihr Campingclub?
Hans Dall'Omo: Wir vertreten die Mieter bei der Geschäftsführung, wenn Schwierigkeiten auftreten.
Christina Dall'Omo: Wir sind der Vergnügungsausschuss, damit immer was los ist. Vom Ostereiersuchen über das große Kinderfest im Sommer bis zur Nikolausfeier.
Wer hatte die Idee, den Verein zu gründen?
Hans Dall'Omo: Der wurde vor 38, 39 Jahren an der Theke gegründet, um Veranstaltungen zu machen. Wir hatten richtig große Stars auf dem Platz: Tony Marshall, Ingrid Peters, Graham Boney. Aber für so etwas reicht unsere Kasse nicht mehr. Die Mitgliederzahl schrumpft. Jetzt sind es nur noch 120 Leute, die 15 Euro Beitrag zahlen. Pro Paar, beziehungsweise Familie.
Monatlich?
Hans Dall'Omo: Fürs ganze Jahr!
Wann hatte denn der Club seine besten Zeiten?
Hans Dall'Omo: Mitte, Ende der 80er Jahre. Da hatten wir an die 400 Mitglieder.
Christina Dall'Omo: Früher fuhr die Bahn nur bis Duisburg-Bissingheim, der Club hat mit bewirkt, dass die Züge stündlich am Entenfang halten – der „Entenfang-Express”, wie wir sagen.
Mit welchen Anliegen kommen die Mieter zu Ihnen?
Hans Dall'Omo: Oft sind es Streitereien mit Nachbarn, weil es zu laut ist oder der Grill zu nahe am Fenster steht.
Christina Dall'Omo: Das meiste ist Killefitt.
Hans Dall'Omo: Wir versuchen, zu vermitteln, möglichst ohne die Campinggesellschaft. Die informiert uns aber beispielsweise, wenn Kündigungen ausgesprochen werden.
Passiert das häufig?
Hans Dall'Omo: Dieses Jahr waren es bisher vier oder fünf.
Mit welcher Begründung?
Hans Dall'Omo: Zum Beispiel, weil Leute ihre Miete nicht mehr zahlen können, wegen Arbeitslosigkeit. In letzter Zeit gibt es das öfter.
Was unternehmen Sie in solchen Fällen?
Hans Dall'Omo: Man setzt sich mit den Geschäftsführern zusammen und versucht vielleicht, monatliche Raten auszumachen, damit nicht die ganze Jahresmiete auf einmal fällig wird. Wir haben schon einige vor der Kündigung bewahrt. Wenn Leute sich schlagen auf dem Platz, wird allerdings sofort gekündigt, nicht mehr diskutiert.
In diesen Tagen findet auch Ihre Jahresbesprechung mit der Geschäftsführung statt. Gibt es Dauerbrenner-Themen?
Christina Dall'Omo: Hunde, Wassergeld, Strom- und Gasabrechnungen, Zustand der Wege.
Man hört von mehreren Seiten, dass es ernste Probleme gab zwischen Erwachsenen und Jugendlichen, die hier leben.
Christina Dall'Omo: Ja, die haben früher auf dem Spielplatz Schnaps und Bier getrunken und hatten so komische Verstecke, mit Betten. In dem Raum oben an der Rezeption, den sie eine Zeitlang nutzen durften, haben sie Hasch geraucht. Das roch da nach allen Düften Arabiens. Direkt neben dem Büro vom Chef. Vieles wurde von Kindern und Jugendlichen auch mutwillig kaputt gemacht: die Hüpfburg, das Schwimmbecken . . .
Wie ist es jetzt?
Christina Dall'Omo: Im Moment ist es hier sehr ruhig. Unnatürlich ruhig.

21:42
also das ist auch alles gelogen..dort hilft einem keiner am camping platz entenfang..bei unserem verkauf des mobilheims hat uns herr fischer bis aufs letzte hemd ausgezogen tausende euros mussten wir von unserem verkaufs erlös des mobilheims an den wehrten herr fischer abgeben..lug und trug herrscht dort auf diesem platz
18:04
Schön zu wissen, dass ein Club die Anliegen seiner Mitglieder als Killefitt bezeichnet! Ich trete jetzt aus.
Ob der Club mitn der Verwaltung spricht, oder in Hamburg fällt eine Schüppe um ist dasselbe. Die Herrgötter machen eh was sie wollen.