Es bleibt nicht bei Reißbrett-Ideen

Drei Quartierswerkstätten hat das Netzwerk aus VEK, Caritas und Sozialamt bereits organisiert. Im April 2014 machte man im Stadtteil Altstadt 1 den Aufschlag, in Holthausen ging es im November weiter, in diesem Jahr stehen etwa Speldorf und am 14. März der Stadtteil Heißen auf dem Aktionsplan.

Viele Vorschläge haben Bürger in den ersten Werkstätten zusammengetragen: Die Schloßstraße soll ein Begegnungsraum werden, ein Unperfekthaus – nach Essener Vorbild – wäre für einige ein Gewinn für die Innenstadt, ebenso ein Projekt „Urban Gardening“, ein Repair-Café, Kurse für Zivilcourage. . .

Bei Reißbrett-Ideen ist es nicht geblieben, einige Vorschläge wie eine „Gift-Box“, Aktionen gegen „Medienanalphabetismus“, ein „Näh-Werk“ sind bereits von Bürgern der Altstadt 1 umgesetzt worden. In Holthausen hat sich eine Spaziergangsgruppe gebildet, zudem habe sich eine Zusammenarbeit mit dem Wohnstift Raadt entwickelt, Bürger wollen sich weiter im Gemeinwesen engagieren, ein Netzwerk der Generationen bilden, „und wir stehen als Kontaktstelle und Vermittler weiter zur Verfügung“, so Marx, der die Grundsteine für weitere Bürgerprojekte gelegt sieht. „Das muss natürlich aus der Bürgermitte entstehen. Wir sind zuversichtlich und gespannt, was die Mülheimer alles entwickeln werden.“