Erster Violin-Wettbewerb

Erster Preis ist die „Zero“ als Dauerleihgabe für zwei Jahre. Es ist das erste Instrument, das der junge Geigenbauer Philippe Thöne entwickelte.
Erster Preis ist die „Zero“ als Dauerleihgabe für zwei Jahre. Es ist das erste Instrument, das der junge Geigenbauer Philippe Thöne entwickelte.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Zwölf junge Talente wetteifern in der Mülheimer Villa Zsuzsa um die Zero-Geige als Dauerleihgabe.

Mülheim.. Geigerin Zsuzsa Debré kennt das Dilemma aus eigener Erfahrung, obwohl sie schon lange eine erfolgreiche Profi-Musikerin ist: „Woher ein gutes Instrument zum Wettbewerb, zur Aufnahmeprüfung oder zum Probespiel herzaubern?“ Gute Instrumente sind für junge, angehende Künstler meist viel zu kostspielig. Und an diesem Punkt kommen mit „Zero“ und dem ersten Mülheimer Violin-Wettbewerb für den international talentierten Nachwuchs zwei Partner mit ins Spiel, die wohl zusammen klingen.

Die „Zero“ ist das erste Instrument, das der junge Geigenbauer Philippe Thöne nach dem Vorbild großer italienischer Meister entwickelt hat. „Ein Instrument der Zukunft“, sagt Zsuzsa Debré. Diese wertvolle Geige als Leihgabe für zwei Jahre nutzen zu können sowie 1000 Euro sind der erste Preis des Violin-Wettbewerbes. Zsuzsa Debré und ihr Ehemann, der Opernagent und Gesangspädagoge Erkki Alste, haben ihn ins Leben gerufen. Die beiden haben Erfahrung in musikalischen Wettstreiten. Erst kürzlich saß Alste in Estland in der Jury eines Gesangswettbewerbes, den ausgerechnet sein Schüler, ein koreanischer Tenor, gewonnen habe.

Zwölf junge Musikerinnen und Musiker eingeladen

Nach der Ausschreibung auf der Internetseite des Deutschen Musikrates und bei allen Musik-Hochschulen Deutschlands, dem Verteilen von Plakaten bis nach Ungarn, der Heimat von Zsuzsa Debré, fanden sich schnell Kandidaten für den Mülheimer „Thöne Violin- Wettbewerb“.

Nach einer Vorauswahl, erläutert Debré als Künstlerische Leiterin, „sind nun zwölf junge Musikerinnen und Musiker eingeladen“. Der jüngste ist mit 15 Jahren Levi Geier, der bereits mit einigen Preisen ausgezeichnet wurde. Bis Mitte 20 reicht die Altersspanne der jungen Talente, die Wurzeln in der ganzen Welt haben – Russland, Israel, Korea. Aus Mülheim nominiert ist Anton Georg Gölle. Er studierte Violine an Hochschulen in Aachen, Essen und Budapest, gewann bereits etliche erste Preise bei „Jugend musiziert“ auf Bundes- und Landesebene. In Mülheim gibt’s gleich mehrere attraktive Preise zu holen.

Alle spielen Pflichtstück „Hiob“

Sie alle müssen das Pflichtstück „Hiob“ spielen. Bojan Vuletić hat es extra für den Wettbewerb geschrieben. Der Komponist sitzt in der renommierten sechsköpfigen Jury mit weiteren Experten, u.a. Alexander Kramarov, Professor für Geige an der Robert-Schumann Hochschule in Düsseldorf, und István Karácsonyi, Konzertmeister Neue Philharmonie Westfalen.

Gestartet wird am Sonntag, 7. Juni, 17 Uhr, mit einem öffentlichen Konzert in der Villa Zsuzsa und Prof. Alexander Kramarov (Violine) und Rainer Klaas (Klavier). Nach Vorrunden am Montag und Dienstag, 8. und 9. Juni, im Kulturhaus an der Boverstraße, geht es für die Kandidaten am Sonntag, 14. Juni, 11 Uhr bis 14 Uhr, im Kammermusiksaal der Stadthalle ins Finale: Gäste sind stets willkommen.