Erster Streiktag bei Real im Hafen

Eine halbe Stunde nach Schichtbeginn begann gestern gegen, 8.30 Uhr, im Real-Markt an der Weseler Straße ein Streiktag. „Rund 30 Mitglieder legten über den Tag verteilt ihre Arbeit nieder, um die Forderung ihrer Gewerkschaft nach mehr Lohn zu unterstützen“, beschreibt Verdi-Sekretärin Isabella Hillig. „Es war der erste Streiktag bei Real im Hafen, und dieser Ausstand wurde spontan angesetzt“ führt Hillig aus.

„Bei uns ist alles normal gelaufen. Keine Engpässe an den Kassen. Unsere Kunden konnten alles kaufen“, erklärt dazu Wilfried Roeling, Geschäftsführer des Real-Marktes an der Weseler Straße. „Die Kassen wurden schnell mit Leiharbeitern besetzt“, sagt Isabella Hillig.

Zuvor hatten sich die Mitglieder der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) im Broicher Real-Markt bei einer Urabstimmung für diesen Streik ausgesprochen, um mit der Arbeitsniederlegung für eine bessere Bezahlung zu kämpfen. Daher wurden die Beschäftigten gestern aus dem laufenden Geschäft heraus in den Streik geführt. „Danach waren die Bedienungstheken erst einmal geschlossen, nur noch der Haupteingang geöffnet“, sagt die Verdi-Sekretärin. Verdi fordert 5,5 Prozent, mindestens 140 Euro mehr Lohn und Gehalt und 5,5 Prozent mehr Ausbildungsvergütung.