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Endspurt im Eiscafé

21.01.2015 | 00:10 Uhr

„Demnächst öffnet hier ein Eiscafé“ ist seit Monaten auf der Folie zu lesen, mit der die Fenster am Ecklokal an der Ruhrpromenade seit der offiziellen Hafeneröffnung im vergangenen Mai beklebt sind. Seitdem hatten bei Sonnenschein die abgebildeten großen Eiskugeln die Vorfreude auf die Gelateria geweckt. Doch Ercan Keskin von der Park Service GmbH hatte Probleme, mit dem Eigentümer Kondor Wessels, mit der Stromversorgung und der leidigen Toilettenfrage. Mitten in der Saison zu eröffnen würde keinen Sinn.

Jetzt ist es soweit. Keskin schaut nicht mehr zurück, sondern nur noch auf den 28. Februar. An diesem Samstag wird er definitiv an der Ruhrpromenade eröffnen und für die Besucher eine Willkommenskugel spendieren und die Kugel dann drei Tage lang zum Kennenlernen zum halben Preis anbieten.

Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen. Gestern haben die Arbeiter den Boden verfugt. Im Untergeschoss stehen schon die Kühlräume, die für mehrere hundert Eiskübel Platz bieten und neben der Damen- und der Personaltoilette gibt es auch eine Behinderten-Toilette, die zugleich als Herrentoilette dient. Der Weg für Rollstuhlfahrer führt über das benachbarte Treppenhaus des Wohnhauses. „Dort ist glücklicherweise ein Fahrstuhl“, so Keskin. Die Behindertentoilette nehme fast die Hälfte der Grundfläche ein.

Vorzeige-Projekt

Groß ist auch das Café selbst nicht, und doch soll es der größte Standort der vier Venezia-Cafés werden. „Unser Vorzeigeobjekt“. In dem 60 Quadratmeter großen Raum werden 20 Gäste Platz finden. Draußen sind 180 Plätze vorgesehen.

Das wichtigste ist die Eistheke. Keskin greift zum Smartphone und spielt ein Filmchen ab. „Das ist etwas Besonderes, das hat nicht jeder.“ Jeweils zwei Behälter sind mit einem eigenen Glasdeckel abgedeckt und werden erst beim Bedienen aufgemacht. „Das ist hygienisch und spart Strom.“ Die Eiskübel sind nostalgisch rund und das Gelato kann durch LED-Licht zum Leuchten gebracht werden. Jetzt fehlen neben der Theke nur noch die Möbel aus Italien.

Keskin investiert rund 200 000 Euro. Das Lokal, das Kondor Wessels nicht mehr verpachten, sondern nur verkaufen wollte, hatte einen Preis in ähnlicher Höhe. Leiten wird den Betrieb eine alte Bekannte, die das Restauranthandwerk von der Pike auf gelernt hat und bei Don Pepino am Berliner Platz für ihn arbeitete: Saba Siegel. Sie hat seitdem an vielen Maredo-Standorten gearbeitet und führt jetzt die Gastronomie in Münster in einem 4-Sterne-Hotel. „Ich freue mich sehr“, sagt sie.

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Endspurt im Eiscafé
Endspurt im Eiscafé
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2015-01-21 00:10
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