Eltern protestieren

Die Eltern, die vom Streik der Erzieherinnen betroffen sind, schließen sich zusammen. Am Donnerstagabend gründete Alexander Kocks bei Facebook die Gruppe „Elternstreik Mülheim“. Am Freitagmittag hatte sie schon 145 Mitglieder.

Ausgangspunkt dafür war eine Zusammenkunft zwischen den streikenden Erzieherinnen und Eltern am Donnerstagabend im Haus Union gewesen, der Streik-Zentrale von Verdi. Dort zeichnete sich ab, dass unter Umständen bis zu den Sommerferien gestreikt werden könnte. „Da haben wir beschlossen, dass wir etwas tun müssen“, berichtet Kocks, der alleinerziehender Vater einer Tochter ist. „Ich weiß von manchen Eltern, die ihren Jahresurlaub genommen haben. Der ist irgendwann aufgebraucht. Ich habe das Glück, dass meine Mutter auf meine Tochter aufpassen kann. Aber nicht jeder hat so eine Oma zur Verfügung. Es wird langsam kritisch.“ Schnell war klar, in welche Richtung die Aktivitäten gehen sollen: „Wir unterstützen die Erzieherinnen. Wir wollen, dass die Stadt einlenkt.“

So wird nun am kommenden Montag am Rathaus eine Aktion stattfinden. Ab 14 Uhr hat die Gruppe betroffene Eltern und ihre Kinder dazu eingeladen, das Rathaus zu „besichtigen“. Alle Kinder sollen ein Bild von ihrem Kindergarten malen, diese sollen dann alle der Oberbürgermeisterin übergeben werden. Schon 45 Personen hatten gestern Mittag zugesagt. Es sollen in der nächsten Woche weitere Aktionen folgen.