Einigung für Erzieher - weitere Forderungen von Verdi
24.08.2009 | 19:32 Uhr 2009-08-24T19:32:00+0200Als „ersten Schritt in die richtige Richtung” wertet auch der verdi-Bezirk Mülheim-Oberhausen die Einigung beim Tarifstreit im Sozial- und Erziehungsdienst vom vergangenen Freitag.
Als „ersten Schritt in die richtige Richtung” wertet auch der verdi-Bezirk Mülheim-Oberhausen die Einigung beim Tarifstreit im Sozial- und Erziehungsdienst vom vergangenen Freitag. Mitglieder von verdi und GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) stimmten bundesweit dem neuen Tarifvertrag für kommunale Kindergärten und Sozialeinrichtungen zu. „Vor allem der Gesundheitstarif kommt unseren Forderungen entgegen”, sagt Ute Kellert, Gewerkschaftssekretärin im verdi-Fachbereich Stadtgemeinden.
Rücksicht und Gehalt
Ab dem 1. November haben Erzieher das Recht auf eine Gefährdunganalyse am Arbeitsplatz – und es soll mehr Gehalt geben. Zu den „im Schnitt 120 Euro mehr im Monat", die häufig im Gespräch waren, äußert sich Ute Kellert skeptisch. „Die Summe ist stark nach Lohngruppen gestaffelt”, erklärt sie. „Es hätte aber auch mehr sein können.” Dennoch, die Mehrheit der verdi-Mitglieder entschied sich auch in Mülheim dafür, den Vertrag anzunehmen. Das Ergebnis der Stimmenauszählung lasse sich mit dem bundesweiten vergleichen. Hier stimmten zwar 84 Prozent der GEW-Mitglieder für den Vertrag, doch nur 55 Prozent der verdi-Vertreter. „Die Einigung ist kontrovers diskutiert worden”, so Ute Kellert. Der Kompromiss werde zunächst akzeptiert. Aber: „Wir fordern weiter, um langfristig eine Gehaltseinigung zu erreichen.”

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