Eine Stadt erblüht in leuchtenden Farben – doch die Finanzklemme beschränkt die bunte Pracht

Die Stadt hat ihre Hausaufgaben längst gemacht – zumindest was das Pflanzen von Frühjahrsblumen angeht. „Wir hatten vor Ostern alles erledigt“, berichtet Sylvia Waage, Leiterin des Amtes für Grünflächenmanagement und Friedhofswesen. Rund 13 000 Stiefmütterchen, 6000 Tulpen sowie 2500 Narzissen sind allein auf der Schleuseninsel in die Erde gebracht worden.

Was die Fachfrau mit dem grünen Daumen besonders freut: „In diesem Jahr haben wir hübsche Farben ausgewählt: Lavendellila bei den Stiefmütterchen, Rosa und Weiß bei den Narzissen. Das sieht in den Beeten, die sich wie ein Band entlang des Weges Richtung Wasserbahnhof ziehen, wirklich schön aus.“ Eine weitere Augenweide bietet sich Besuchern des Luisentals, wo im Auftrag der Stadt durch externe Fachfirmen Hochbeete bepflanzt wurden. Auch der Hajek-Brunnen vor dem Kunstmuseum ist blumentechnisch verschönert worden – dort sind 3000 Stiefmütterchen, 1000 Tulpen und 300 Narzissen gepflanzt worden. Im Verlauf der Innenstadt sind einige weitere Blumenkübel bepflanzt worden – allerdings längst nicht flächendeckend. „Mehr geht nicht mehr“, sagt Sylvia Waage. Der Sparzwang der Stadt schränke die Möglichkeiten arg ein, bedauert die Leiterin des Amtes für Grünflächenmanagement. Nur noch an diesen vereinzelten Stellen im Stadtgebiet kann das Grünflächenamt also für farbenfrohe Bepflanzung sorgen. „Früher“, so erinnert sich Sylvia Waage, „haben wir auch viel an jahreszeitlicher Wechselbepflanzung im Bereich der Müga gestaltet.“ Aber auch diese Maßnahme sei aus finanziellen Gründen bereits vor einiger Zeit eingestellt worden.