Eine Reise durch die Zeit

Eine Musik-AG trug im Gymnasium in Mülheim-Heißen Songs aus den 70er Jahren vor.
Eine Musik-AG trug im Gymnasium in Mülheim-Heißen Songs aus den 70er Jahren vor.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Das Gymnasium Heißen veranstaltete anlässlich des 40-jährigen Bestehens eine ganz besondere Projektwoche. Schüler blickten zurück auf 1975 - und nach vorne.

Heißen.. Im Foyer des Heißener Gymnasiums ist die Hölle los. Eine Band spielt „Highway to Hell“, den ACDC-Kulthit aus den 70ern, und unzählige Schüler laufen aufgeregt herum. „40 Jahre Gymnasium Heißen – eine Zeitreise“ heißt die Projektwoche, die heute mit einem großen Präsentationstag endet. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Schule, haben die Kinder und Jugendlichen in über 30 altersgemischten AGs und unter verschiedenen Fragestellungen zurück- oder vorausgeschaut. Jetzt stellen sie ihre Ergebnisse vor.

Neben Musik von 1975 – auch „The Wall“ von Pink Floyd ist dabei – gibt es Kunstwerke, Poster, Videos, Powerpoint-Vorträge und viele andere Dinge zu sehen, die sich mit den letzten 40 Jahren beschäftigen, aber auch mit der Zukunft. „Die Schule 2055“ (also in 40 Jahren) ist eine der vielen Ausstellungsstationen überschrieben. Die Teilnehmer haben das Modell für ein futuristisches Klassenzimmers gebastelt und einen Stundenplan erstellt, auf dem Erdologie, Zeitwesen und Ozeanologie stehen.

"Lernen der Zukunft mit Youtube und Co."

In der Pausenhalle hängt auch eine große Weltkarte, die rund 30 Schüler aus Gipsfaserplatten und Gipsfasern angefertigt und dann bemalt haben. In vielen Staaten steckt die Nationalflagge. „Das Bild soll zeigen, aus welchen Ländern schon Jugendliche als Gäste zu uns an die Schule gekommen sind“, erklärt Sven Risken, „Pressebeauftragter“ der Schule.

„Lernen der Zukunft mit Youtube und Co.“ heißt ein anderes Projekt, bei dem Lernvideos zu Fußball, Bruchrechnung oder Gartenarbeit produziert wurden. „Ganz so einfach war das nicht, wir mussten Materialien beschaffen, dann drehen und später schneiden“, erzählt Matthäus (12). Dafür erntet man heute viel Applaus.

Zurück in die Vergangenheit geht es dagegen in der Werkstatt. Hier wurden in den letzten drei Tagen Stühle gebaut – nach dem Vorbild des Designers Gerrit Rietveld. Patrick (14) hat diese AG gewählt, weil er „gerne handwerklich arbeitet“. Die Möbelstücke sollen künftig vor dem Sekretariat stehen.

Sportarten werden gemeinsam ausprobiert

Was war 1975, als unsere Schule entstand, los in der Welt? Mit dieser Frage beschäftigten sich mehrere AGs. „Wir haben im Internet geforscht, ältere Verwandte und Bekannte gefragt“, sagt Lara (13). Sie und ihre Mitstreiter haben Kleider, Spielzeug, Platten, Möbel, uvm. aus den 70ern zusammengetragen. Auf einer Leinwand kann man den Film „Der weiße Hai“ sehen.

Auch alte Sportarten wurden und werden gemeinsam ausprobiert – ebenso aber auch wenig bekannte: Headis (Köpfen eines Balls auf einer Tischtennisplatte) oder Tchoukball (ein Ballspiel, das die Fairness schult) zum Beispiel.

Der Präsentationstag ist der krönende Abschluss der Feierlichkeiten anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Schule, nach den Ferien wird wieder normal gebüffelt.