Eine Einladung in die Vergangenheit

Wie unterschiedlich die Beförderung durch der Post durch den Streik funktioniert, zeigen diese beiden Sendungen, die gestern die Redaktion erreichten. Eine Postkarte der Kollegin: Losgeschickt am Dienstag und eingeworfen in den Briefkasten auf der Zugspitze in luftigen 2962 Metern wie der Stempel signalisiert. Sie brauchte lediglich drei Tage. Nicht schlecht, in Anbetracht des abgelegenen Standortes. Wer weiß, ob sie regulär schneller wäre. Und der zweite Brief. Eine Einladung des Mülheimer Kulturbetriebes zur Preisverleihung der Mülheimer Dramatikerpreises. Glücklicherweise kam die Einladung parallel per Mail, denn die Veranstaltung war am vergangenen Sonntag. Abgestempelt ist der Brief am 24. Juni, also letzte Woche Mittwoch. Ob er an diesem Tag auch in Post ging oder früher, geht aus dem Brief nicht hervor. Immerhin noch rechtzeitig kam eine dritte Sendung. Ebenfalls vom Kulturbetrieb. Eine Einladung zu den nächsten Ausstellungen im Kunstmuseum. Der Brief ist ebenfalls am 30. Juni abgestempelt - war also ebenso schnell wie die Postkarte von der Zugspitze.