„Ein Top-Anlaufpunkt für Ausflügler“

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Mintard..  „Vor zwei Jahren kursierte das Gespräch, dass der Wasserbahnhof – wenn er denn einen Käufer fände – ein Top-Anlaufpunkt für Ausflügler wäre. Schon damals hatten wir vom Bürgerverein WIM ,Wir in Mintard’ die Idee, dass der Anleger auf jeden Fall wieder her muss“, erinnert sich Wolfgang Budde, Vorsitzender von WIM.

„Bei den Erkundigungen bei der MVG wurde mir gesagt: Würde der Wasserbahnhof wirklich wieder eröffnet, sollte sich das lohnen, der Anleger könnte wieder flott gemacht werden. Dazu gab es noch die Anregung für ein Angebot: Fahrkarte einschließlich Kaffee und Kuchen.“ Dazu ergänzt Budde: „Auch der Fahrpreis müsste attraktiver gestaltet werden. Die Leute sollten Zeit genug haben, in Mintard eine Pause zu machen, um irgendwann weiter zu fahren. Es gibt hier viele Punkte, die lohnenswert sind: z. B. die schöne alte Dorfkirche, der Ruhrtal-Radweg, die Höhen des Aubergs, das Café im Reiterhof sowie andere Ausflugslokale“, beschreibt Wolfgang Budde

„Wenn die neuen Besitzer Birkmann und Vollenbruck alle ihre Pläne in die Tat umsetzen, wäre das eine Bereicherung für die Naherholung in Mülheim. Die Mintarder stellen immer wieder fest, dass nicht nur Mülheimer hier Entspannung suchen. Heute ist der Bahnbus der Linie 132 die einzige direkte Verbindung nach Mintard“, sagt Budde. „Darum wäre Mülheim gut beraten, Mintard und einen Haltepunkt der Weißen Flotte in ihr Stadt-Marketing aufzunehmen.“

„Zur Reaktivierung des Anlegers sind wasserbautechnische Erkundungen am Betonbauwerk nötig“, sagt Volker Wiebels. Uferpflege käme hinzu. „Die Betreiber des neuen Wasserbahnhofs haben in Aussicht gestellt, diese Investition gegebenenfalls übernehmen zu wollen“, so der Stadtsprecher. „Wird das Gastronomiekonzept wie geplant umgesetzt, würde auch die Weiße Flotte davon mit einer Erhöhung der Fahrgastzahlen profitieren.“ Die Mintarder Gastronomen haben das bisher so nicht zugesagt.

Sehen die Betriebe und die Stadt für den neuen Steiger keine Chance, bleibt nur die Bezirksvertretung 3. Sie berät am Freitag, 20. Februar, den gemeinsamen Antrag von Grünen, CDU und SPD, den Anleger zu reaktivieren. Sie könnte aus ihrem Topf Geld dafür geben oder einen Kompromiss finden.