Ein Schlossquartier mit Nutzungsmix

Es gab schon viele Hoffnungen für das ehemalige Kaufhof-Gebäude, das seit fünf Jahren leer steht, die Stadtentwicklung behindert und für viele Mülheimer als Schandfleck gilt. Doch jetzt gibt es berechtigte Hoffnungen, dass es damit bald vorbei ist. Drei Investoren – die beiden Projektentwickler AIP und Fortress aus Düsseldorf sowie der Mülheimer Wohnungsbau – wollen das Gebäude übernehmen und daraus in den nächsten Jahren das hochwertige Stadtquartier Schloßstraße entwickeln. Etwa 55 bis 60 Millionen Euro wollen sie investieren.

Noch nichts unterschrieben

Gestern stellten sie im Rathaus die Pläne vor. Entstehen soll ein Gebäudekomplex mit kleinteiligem Einzelhandel, Gastronomie, einem Hotel, Wohnen, Büros und Fitness, ein Quartier, das sich zur Ruhr öffnet. Anfang 2016 soll der Bebauungsplan durch, Ende 2017, Anfang 2018 das Objekt fertig sein.

„Ich kenne keinen Standort weit und breit, wo Altes, Neues und Freizeit so optimal nebeneinander liegen wie hier“, sagt der Architekt und Projektentwickler von AIP, Gerd Rainer Scholze. Der Umbau des Areals könnte aus seiner Sicht eine Art Blaupause werden. „In vielen Städten gibt es schon heute und in Zukunft die gleichen Probleme mit großen leer stehenden Bauten“, so Scholze. Doch auch wenn man sich gestern im Rathaus euphorisch gab: Unterschrieben ist noch nichts. Deshalb wollen die Investoren auch noch keine Namen von Ankermietern wie dem Hotelbetreiber oder Einzelhändlern nennen. Aber: „Wir haben so viel Energie und Geld in das Vorhaben investiert“, sagt Gerd Rainer Scholze, „das würden wir nicht machen, wenn wir nicht überzeugt wären.“