Ein Leben in Saus und Braus

Es brummt und summt und saust und saugt. Die Sonne hat auch die Bienen wachgeküsst, die seit etwa zwei Jahren im Saarner Klostergarten zuhause sind. Wobei die Honiglieferanten gar keinen Winterschlaf halten, wie Hobbyimkerin Nicola Fiß erklärt. „Die Bienen sitzen bei kalten Temperaturen in ihrer Wintertraube und halten die Königin warm. Um Wärme zu erzeugen, lassen sie ihre Brustmuskeln zittern. Dadurch ist die Königin stets von mindestens 25 ° Celsius umgeben“, berichtet Nicola Fiß, die das Treiben der Bienen nach wie vor faszinierend findet.

Jetzt aber, wenn es draußen wärmer wird, werden die Bienen aktiv, fliegen wieder aus und suchen nach Blüten. „Als erstes starten sie zum Säuberungsflug, bei dem sie ihre Bienenstöcke aufräumen. Das ist ein schönes Schauspiel“, beschreibt die Hobbyimkerin, die gemeinsam mit ihrem Mann regelmäßig zu Führungen entlang der acht Bienenvölker in den Klostergarten einlädt (nächster Termin siehe unten).

Alle acht Völker haben den Winter augenscheinlich gut überstanden, freut sich das Imker-Paar. „Wenn weiterhin alles gut geht, sind bald über 300 000 Bienen im Klostergarten unterwegs,“ freut sich Nicola Fiß. Die sorgen dann vor allem für eine „ordentliche Bestäubungsleistung“, wie es die Imkerin nennt. Dass jedes Volk zudem auch mehr als 40 Kilo Honig abwirft, sei ein schöner Nebeneffekt.