Ein Jahr der Stadtreparatur

Stadtmitte..  Auch das Jahr 2015 wird im Zeichen der Stadtreparatur stehen. Die Stadt schickt sich an, die ersten Projekte aus dem „Integrierten Innenstadtkonzept“ umzusetzen, das unter Bürgerbeteiligung zustande gekommen ist.

An erster Stelle steht, für viele Bürger auch aus emotionaler Sicht, die Neugestaltung des Rathausmarktes. Er soll für Mülheim wieder Wohnzimmer-Charakter entfalten, mit Aufenthaltsqualität und der Möglichkeit, dort Märkte und Veranstaltungen stattfinden zu lassen. Die Stadt strebt laut Baudezernent Peter Vermeulen einen Baubeschluss im April und einen Start der Umbauarbeiten im Sommer an. Bis dahin hat das mit der Detailplanung beauftragte Essener Büro Davids, Terfrüchte + Partner noch zu tun. Laut Vermeulen haben erste Entwürfe aus Essen nicht ausreichend die in Bürgerworkshops entwickelten Ideen für die „Stadtbühne“, die der Rathausmarkt mal sein soll, berücksichtigt. 670 000 Euro sind für die neue Platzgestaltung (inklusive Platz an der Dröppelminna) kalkuliert. Das Land fördert den Stadtumbau an dieser Stelle.

Im Westen des Platzes ragen schon die Neubauten auf dem Ruhrbania-Baufeld 2 des Mülheimer Wohnungsbaus empor. Am 13. März, wir berichteten, soll dort Richtfest gefeiert werden. Neben 52 Eigentums- und 48 Mietwohnungen schafft der Mülheimer Wohnungsbau auch Räumlichkeiten für Gewerbe und zusätzliche Gastronomie, die zur weiteren Belebung an der Ruhrpromenade beitragen soll. 825 Quadratmeter Praxisfläche haben sich zudem Mülheimer Ärzte gesichert.

Neue Hoffnung keimte jüngst auch für eine Belebung am Standort des seit Jahren verwaisten Kaufhofs auf. Dort plant der US-Investmentfonds Fortress mit Unterstützung der Düsseldorfer AIP Consulting und möglicherweise bei Beteiligung des Mülheimer Wohnungsbaus eine Seniorenresidenz, ein Hotel, einen Supermarkt, eine Vapiano-Gastronomie und weitere Gewerbeflächen.