Eigener Radarpegel

Die Ruhr ist ein hochwassergefährdetes Gewässer und dient als Lan-des- und Bundeswasserstraße dem Schifffahrtsverkehr. Dennoch verfügte die Ruhr im Stadtgebiet Mülheim bisher über keine Pegelanlagen, so dass die Höhe der Wasserspiegel nur annäherungsweise anhand der abrufbaren Daten des Pegels in Hattingen abgeschätzt werden können. Der Durchlasspegel des Ruhrverbandes in Stadtmitte ist ab einer bestimmten Durchflussmenge, die noch unterhalb der Hochwasserwarnstufe II liegt, nicht mehr verwendbar. Deshalb wurden nun vom Wasser- und Schifffahrtsamt des Bundes (WSA) in enger Zusammenarbeit mit der Unteren Wasserbehörde und dem Amt für Verkehrswesen und Tiefbau an der Ruhr in der Schloßbrücke ein Radarpegel und an den Pfeilern der gleichen Brücke zwei Lattenpegel installiert.

Der Radarpegel übermittelt die Daten der Wasserstände der Ruhr an die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes, von wo aus diese auf der Internetseite www.pegelonline.de abgerufen werden können.

Die Lattenpegel an den Brückenpfeilern der Schloßbrücke in der Ruhr und am stadteinwärts gelegenen Ufer dienen den Behörden im Hochwasserfall zur Ermittlung der genauen Wasserstände. Diese Daten benötigt die Stadt zur besseren Beurteilungen von zukünftigen Hochwassergefahrensituationen für die Innenstadt.