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Prozess

Eifersucht Motiv für Küchenbeil-Attacke in Mülheim-Saarn?

09.10.2012 | 15:06 Uhr
Eifersucht Motiv für Küchenbeil-Attacke in Mülheim-Saarn?
Ein 22-jähriger Deutsch-Russe soll versucht haben seinen Halbbruder im Schlaf mit einem Küchenbeil zu töten.

Mülheim.   Am Landgericht in Duisburg wurde am vergangenen Dienstag der Prozess gegen einen 22-jährigen Deutsch-Russen fortgesetzt. Der Angeklagte soll versucht haben, seinen schlafenden Halbbruder mit einem Küchenbeil zu töten. Anschließend soll er dessen Freundin seine Liebe gestanden haben.

Vor dem Landgericht Duisburg ist am gestrigen Dienstag der Prozess gegen einen 22-jährigen Deutsch-Russen fortgesetzt worden. In der Nacht zum 6. Januar soll er in Mülheim versucht haben, seinen schlafenden 22-jährigen Halbbruder heimtückisch mit einem Küchenbeil und drei Messern zu ­töten. Die Anklage lautet auf ­versuchten Mord. Auch die ­21-jährige Verlobte des Halbbruders erlitt erhebliche Verletzungen. Den Angriff auf die Frau wertet die Anklage als versuchten Totschlag.

Im Zeugenstand sagte gestern der bei der Tat schwer verletzte 22-Jährige aus. Er sei gemeinsam mit seiner Verlobten am 5. Januar spätabends zu einem Wochenend-Besuch bei der Halbschwester in Saarn angekommen, in deren Wohnung vorübergehend auch der obdachlose Angeklagte lebte. „Mir ist nichts Besonderes aufgefallen.“

22-Jähriger stach wild drauf los

Er und seine Verlobte hätten auf einer Schlafcouch im Wohnzimmer genächtigt. Der 22-Jährige schlief so tief, dass er den Angreifer und die Hiebe zunächst gar nicht bemerkte. „Meine Freundin hat mich wach ­gemacht. Sie sagte: Der will dich abstechen.“ Überall sei Blut gewesen. „Ich konnte mir das zuerst gar nicht erklären“, so der 22-Jährige. Der Halbbruder sei dann immer wieder auf ihn und seine Verlobte losgegangen. „Jedes Mal, wenn der eine dem anderen helfen wollte, wechselte er das Ziel.“

Die Freundin habe den 22-Jährigen dann beschworen, die Waffen fallen zu lassen. Was der Angeklagte auch getan habe. Dann habe es an der Tür geklingelt. Bevor sich die Sanitäter Zutritt verschaffen und ein kampfsporterfahrener Retter den Amokläufer ausknocken konnte, habe der 22-Jährige der 21-Jährigen noch ein Liebesgeständnis gemacht, so der Zeuge. Ein weiterer Hinweis darauf, dass plötzlich aufflammende Eifersucht das Motiv für die Tat gewesen sein könnte.

Der Prozess wird in zwei Wochen fortgesetzt. Bis Ende Oktober stehen insgesamt noch drei weitere Verhandlungstage an.

Bodo Malsch



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