Ehepaare oft in getrennten Zimmern

In Pflegeheimen leben mitunter auch Eheleute gemeinsam, anders als beim Betreuten Wohnen kommt dies jedoch selten vor.

So stehen etwa im Evangelischen Wohnstift Dichterviertel sogenannte „Paarzimmer“ zur Verfügung – zwei Einzelräume plus Bad, die durch einen Flur miteinander verbunden sind – aber momentan ist nur eines entsprechend belegt. Es gebe zwar noch ein weiteres Ehepaar im Haus, berichtet der Einrichtungsleiter Harald Schaal, doch in diesem Fall hätten Mann und Frau jeweils Einzelzimmer in verschiedenen Bereichen.

Schaals grundsätzliche Erfahrung ist diese: „Vor allem, wenn beide Partner krank sind, sagen die Paare oft ganz klar: ,Wir wollen nicht mehr zusammen wohnen.’ Sie möchten die Nähe dann nicht mehr haben.“

Zwei verheiratete Paare gibt es derzeit auch in den Häusern Ruhrgarten und Ruhrblick, wo man keine Appartements bereit hält, aber bei Bedarf eines der wenigen verbliebenen Doppelzimmer anbieten kann. In der Praxis werde dies aber kaum nachgefragt, berichtet Christoph Happe, Mitarbeiter im Sozialdienst. Denn: „Häufig ist die Pflegebedürftigkeit der Partner sehr unterschiedlich. Und dann ist es manchmal besser, wenn das Ehepaar Einzelzimmer unter einem Dach bezieht.“